Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Modernisierung des Goldbekhauses in Winterhude mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds unterstützen. Es gehört zu den renommiertesten Stadtteilkulturzentren in Hamburg, hat aber derzeit mit mangelndem Schallschutz, fehlender Barrierefreiheit und dem Fehlen eines Backstage-Bereichs zu kämpfen. Mit einem Antrag für die kommende Bürgerschaftssitzung am 13. September will Rot-Grün zunächst die Planungsmittel für eine umfassende Begutachtung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes zur Verfügung stellen (siehe Anhang). Gleichzeitig besteht der klare Wille, die für einen guten Spielbetrieb notwendigen Maßnahmen auch umzusetzen.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Bürgerschaftsfraktion: „Für uns ist klar, dass die Stadtteilkulturzentren für das Leben in den Quartieren eine herausragende Rolle spielen. Das Goldbekhaus mit seiner hervorragenden Arbeit und Strahlkraft über den Stadtteil hinaus, ist dafür ein gutes Beispiel. Allerdings kommt es hier immer wieder zu Problemen wegen des Lärmschutzes und auch die Barrierefreiheit ist bislang eingeschränkt. Hier muss die Stadt ran und das stellen wir mit unserem Antrag sicher. Wenn die Nutzungsmöglichkeiten im Goldbekhaus verbessert werden, können so auch zusätzliche Einnahmen für die Stadtteilkultur generiert werden. Einmal mehr stehen die soziokulturellen Zentren im Fokus der Aufmerksamkeit der rot-grünen Koalition.“
Dazu die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Dorothee Martin, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss: „Das Goldbekhaus ist seit über 30 Jahren eine feste Anlaufstelle für Jung und Alt in Winterhude und den umliegenden Stadtteilen. Mit den zahlreichen Kursangeboten, Vorträgen, Konzerten, Ausstellungen und vielem mehr ist diese Kultureinrichtung eine Institution im Bezirk. Deshalb freue ich mich, dass wir über den Sanierungsfonds der Bürgerschaft nun die Grundlage für eine umfangreiche Modernisierung schaffen können. Mit den jetzt beantragten Planungsmitteln gehen wir einen ersten wichtigen Schritt, um den Betrieb dieser wunderbaren Kultureinrichtung auch zukünftig vollumfänglich zu gewährleisten. Ob am Ende eine Modernisierung der alten Halle oder ein Neubau der richtige Weg ist, müssen nun die Baugutachter in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz ermitteln. Klar aber ist: Die dann vorliegende Lösung wird in jedem Fall auch in die Tat umgesetzt.“


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