Heute wird das sechste Frauenhaus an den Verein 6. Autonomes Frauenhaus Hamburg e.V. übergeben. Es bietet 32 Plätze für Frauen, die Schutz benötigen. Damit sind in Hamburg insgesamt rund 240 Schutzplätze verfügbar. Die Einrichtung des sechsten Frauenhauses geht zurück auf zwei Bürgerschaftsanträge, mit denen Rot-Grün in der letzten Legislaturperiode zunächst ein neues Frauenhaus auf den Weg gebracht und in einem zweiten Schritt Mittel für Umbau, Sanierung und Modernisierung aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 bewilligt hat.
Dazu Mareike Engels, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Traurigerweise ist für viele Frauen der unsicherste Ort ihr eigenes Zuhause. Deswegen befürchten wir besonders jetzt in der Corona-Krise, dass die Gewalt gegen Frauen und Kinder zunimmt. Hier können auch Nachbarinnen und Nachbarn eine wichtige Rolle einnehmen. Es gilt: Nicht wegschauen. Hinsehen! Wer Rat oder Hilfe braucht, kann sich beim Bundeshilfetelefon beraten lassen. Das gilt nicht nur für Gewaltbetroffene, sondern beispielsweise auch für Angehörige, Bekannte, Nachbarinnen und Nachbarn.
In akuten Notsituationen müssen gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder die Möglichkeit haben, Zuflucht in einem Frauenhaus zu finden – auch und besonders in der Corona-Krise. Um mehr Plätze zu schaffen, haben wir bereits in der letzten Legislatur das sechste Frauenhaus auf den Weg gebracht, welches nun eröffnet. Der erforderliche Umbau sowie alle nötigen Modernisierungs- und Sicherungsmaßnahmen wurden mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds finanziert.“
Weiterführende Informationen
- Die zentrale Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser:
https://www.hamburgerfrauenhaeuser.de/startseite/kontakt/247-notaufnahme-der-hamburger-frauenhaeuser/ - Das Bundeshilfetelefon: https://www.hilfetelefon.de/


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