Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich für den Erhalt des für die Hamburger Kulturlandschaft bedeutsamen Musikclubs Molotow ein. Einen entsprechenden Antrag bringen die Fraktionen zur nächsten Bürgerschaftssitzung am 31. Januar ein. So soll der Senat gemeinsam mit dem Molotow eine zeitnahe Lösung für einen geeigneten Standort für den Club finden. Der Eigentümer des aktuellen Standortes hatte im Dezember die Kündigung des Pachtvertrages ausgesprochen.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Hamburg ist weit über seine Grenzen hinaus für seine lebendige und vielfältige Clubkultur bekannt. Aus der ganzen Welt kommen Menschen zu uns, um die einzigartige Atmosphäre in den Clubs zu genießen, Live-Musik zu hören oder einfach die Nacht durchzutanzen. Das Molotow ist eine wichtige Institution und aus dem Nachtleben nicht mehr wegzudenken. Durch die überraschende Kündigung am bisherigen Standort Nobistor ist es aktuell leider heimatlos. Dabei benötigt ein solcher Traditionsclub ein festes Zuhause im Herzen unserer Stadt. Wir haben bereits in der Vergangenheit alles dafür getan, dass das Molotow eine Langzeitperspektive hat und werden das auch weiterhin tun. Mit unserem Antrag setzen wir uns dafür ein, dass das Molotow eine dauerhafte Bleibe erhält. Der Senat wird dem Club aktiv bei der Suche nach einem geeigneten Standort zur Seite stehen, gemeinsam mit weiteren Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft. Falls erforderlich, wird für die Zwischenzeit eine passende Interimsstätte ermöglicht. Hamburg ist stolz auf seine kreative Clubkultur und das bunte Nachtleben. Wir lassen das Molotow in dieser schwierigen Lage nicht allein.“
Dazu Hansjörg Schmidt, Sprecher für Kreativwirtschaft der SPD-Fraktion Hamburg: „Das Molotow hat eine enorme Bedeutung für die Hamburger Clublandschaft und muss erhalten bleiben! Heute sehr bedeutende internationale Bands hatten dort ihre ersten Deutschland-Auftritte. Das Molotow ist in der Hamburger Clubkultur unersetzbar. Für den Erhalt sind wir auf verschiedenen Ebenen von Anfang an mit dem Investor des bisherigen Standorts und den Klubbetreibern im konstruktiven Gespräch. Wir setzen alles daran, das Molotow zu retten. Oberste Priorität muss sein, dass der Club kurzfristig eine Perspektive bekommt. Betreiber Andi Schmidt und das Molotow können auf unser Engagement zählen.“


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