Die multiplen Krisen der letzten Jahre haben auch in Hamburg Menschen finanziell belastet. In der Folge gibt es eine erhöhte Nachfrage nach den Angeboten der Schuldner*innenberatung. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen daher mit einem gemeinsamen Antrag die Beratungsstellen in der Stadt stärken, Kurz-und Notfallberatungen ausbauen und mit Hilfe der Erhöhung von Einkommensgrenzen mehr Menschen eine kostenlose Beratung ermöglichen. Über das rot-grüne Vorhaben stimmt die Bürgerschaft in ihrer kommenden Sitzung am 18. September ab.
Dazu Mareike Engels, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Bürger*innen in finanziellen Notlagen finden bei der Schuldner*innenberatung wichtige Unterstützung. Durch die wirtschaftlichen Krisen der letzten Jahre sind die Beratungsstellen jedoch stark ausgelastet. Das liegt unter anderem daran, dass viele Menschen neben ihren finanziellen Problemen auch psychisch stark belastet sind und daher eine umfangreichere Betreuung benötigen. Um diesen komplexeren Bedarfen gerecht zu werden, muss die Schuldner*innenberatung ausgebaut werden. Durch die Anhebung der Einkommensgrenzen wollen wir die Beratung außerdem zukünftig für noch mehr Menschen in Not kostenlos zugänglich machen. Gleichzeitig ist uns auch der Abbau bürokratischer Hürden in den Beratungsstellen wichtig – zum Beispiel bei der Kostenabrechnung. Vor dem Hintergrund der noch anhaltenden wirtschaftlichen Krisen sind diese Maßnahmen ein sehr wichtiges Signal an die Bürger*innen: Wir stellen die soziale Beratung von überschuldeten Menschen sicher.“
Dazu Annkathrin Behr, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Die öffentliche Schuldner:innenberatung ist ein wichtiger Pfeiler unserer Sozialpolitik. Mit elf Beratungsstellen ist Hamburg hier bereits gut aufgestellt, um gemeinsam mit überschuldeten Haushalten Lösungen für ihre finanzielle Schieflage zu finden und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Anlaufstellen vermitteln unter anderem bei außergerichtlichen Einigungen mit Gläubigern oder informieren umfassend über das Verbraucherinsolvenzverfahren. Mit Ausweitung der offenen Kurz- und Notfallberatung sichern wir schnelle Hilfe in akuten Notsituationen und erleichtern den Betroffenen einen guten Übergang in eine umfassende Beratung. Bei der Neuausschreibung der öffentlichen Beratungsstellen sollen zudem die Einkommensgrenzen für Hilfesuchende angehoben und bürokratische Hürden abgebaut werden – so können noch mehr Menschen in Hamburg die benötigte Unterstützung erhalten und ihre finanzielle Situation langfristig stabilisieren.
Hintergrund:
Zum 1. August 2025 werden die Leistungen der Schuldner*innenberatung im Rahmen einer Neuausschreibung in Hamburg neu vergeben. Dabei wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die Erfahrungen der letzten Vergabeperiode nutzen und dafür sorgen, dass die Beratungsstellen auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen weiterhin für alle Menschen in finanziellen Notlagen zugänglich sind und kompetent unterstützen können.
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


Neuste Artikel
Fraktionsvorstand
Aktuelle Stunde nach dem Olympia-Referendum – Imhof: „Wir verfolgen weiterhin mit voller Kraft unseren Plan für Hamburg“
In ihrer heutigen Aktuellen Stunde widmet sich die Hamburgische Bürgerschaft dem Ausgang des Referendums zu Olympischen und Paralympischen Spielen. Für die Grüne Fraktion steht fest: Auch ohne Olympia-Rückenwind wird Rot-Grün die richtigen Weichen stellen und weiterhin mit voller Kraft für eine gute Zukunft Hamburgs arbeiten. Dazu Sina Imhof, Vorsitzende der Grünen Fraktion Hamburg: „Die Menschen in…
Billstedt
Mümmelmannsberg stärken – Rot-Grün ermöglicht Sanierung des MSV-Vereinshauses
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen unterstützen die Sanierung des Vereinshauses des MSV Hamburg in Mümmelmannsberg mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030. Das Vereinshaus an der Kandinskyallee ist seit Jahrzehnten ein zentraler Anlaufpunkt für Sport, Integration und soziale Begegnung im Stadtteil und soll baulich modernisiert sowie langfristig für den Vereins- und Quartiersbetrieb gesichert werden….
Fraktionsvorstand
Zum Ausgang des Olympia-Referendums – Imhof: „Wir bedanken uns bei allen, die sich für Olympia und unsere Stadt ins Zeug gelegt haben“
Hamburg hat entschieden: Eine Mehrheit der Bürger*innen hat sich im Referendum gegen eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Dazu Sina Imhof, Vorsitzende der Grünen Fraktion Hamburg: „Das Ergebnis des Referendums steht fest: Die Menschen in Hamburg haben sich gegen eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele entschieden. Dieser Entscheidung gilt unser aller Respekt, wenngleich…
Ähnliche Artikel
Soziales
Erhöhung der Erstausstattungspauschalen – Rot-Grün bringt Prüfung auf den Weg
Die Erstausstattungspauschalen für die Einrichtung einer Wohnung sowie bei Schwangerschaft und Geburt wurden zuletzt im Jahr 2015 überprüft. Seitdem sind die Lebenshaltungskosten erheblich gestiegen. Die rot-grünen Regierungsfraktionen wollen die Pauschalen deshalb auf den Prüfstand stellen. Ziel ist es, die Bemessung an die Preisentwicklung der vergangenen Jahre anzupassen und die Unterstützung für Menschen in schwierigen sozialen…
Soziales
Übergangsplätze in der Repsoldstraße – Warnecke: „Hamburg schafft nachhaltige Hilfe für Menschen, statt ihre Not zu verdrängen“
Ab Mitte September stehen dreißig betreute Übergangsplätze in der Repsoldstraße 27 bereit. Damit werden Menschen, die von Sucht und Wohnungslosigkeit betroffen sind, passgenaue und niedrigschwellige Angebote ermöglicht. Für die Grüne Fraktion ist das ein sozialpolitisches Vorzeigeprojekt, das Menschen direkt vor Ort hilft, durch medizinische und psychiatrische Versorgung sowie individuelle Beratung. Die Ankündigung des Senats, im…
Soziales
Investieren in ein starkes Hamburg von morgen – Zusammenhalt und Teilhabe für alle Menschen in Hamburg
Den Zusammenhalt und die Teilhabe aller Menschen in einer freien und solidarischen Gesellschaft zu ermöglichen, ist Ziel der rot-grünen Regierungskoalition. Dazu gehören insbesondere die Absicherung und Hilfen zur Überwindung von Lebensrisiken. Im Doppelhaushalt 2025/2026 ist für die Sozialbehörde ein Gesamtaufwand in Höhe von fast elf Milliarden Euro vorgesehen. Mit einem gemeinsamen Haushaltsantrag setzen die Regierungsfraktionen…