Inklusion

Werkstätten für Menschen mit Behinderung – Rot-Grün für bessere Anerkennung der Arbeitsleistung und mehr Transparenz beim Einkommen

Menschen mit Behinderung leisten in Werkstätten jeden Tag wertvolle Arbeit. Gleichzeitig ist das Entgelt für viele Beschäftigte oft nur schwer nachvollziehbar. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich deshalb dafür ein, im Rahmen der geplanten Werkstattreform des Bundes auch das Entgeltsystem für Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung transparenter und verständlicher zu gestalten. Zudem soll sich der Senat auf Bundesebene dafür einsetzen, dass das Entgelt für die Beschäftigung in den Werkstätten verbessert wird und die erfolgreiche arbeitsmarktorientierte Ausgestaltung der Hamburger Werkstätten in die anstehende Reform des Werkstättensystems auf Bundesebene eingebracht wird.

Dazu Kathrin Warnecke, Sprecherin für Soziales und Inklusion der Grünen Fraktion Hamburg: „Unser Ziel ist ein inklusiver Arbeitsmarkt, auf dem Menschen mit Behinderung selbstverständlich die gleichen Chancen auf Beschäftigung erhalten. Deshalb wollen wir Barrieren abbauen und den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter erleichtern. Gleichzeitig dürfen wir die Menschen, die in den Werkstätten arbeiten, nicht aus dem Blick verlieren. Die Werkstattreform auf Bundesebene muss das Vergütungssystem grundlegend modernisieren, die Einkommensstrukturen transparenter machen und die Einkommenssituation der Beschäftigten spürbar verbessern.“

Dazu Regina Jäck, Sprecherin für Menschen mit Behinderung der SPD-Fraktion Hamburg: „Werkstätten sind für viele Menschen mit Behinderung zugleich Ort der beruflichen Bildung, der Rehabilitation und der Arbeit. Diese besondere Form der Beschäftigung verdient mehr Anerkennung und eine verständliche Darstellung des Entgelts und auch eine Verbesserung. Das schafft mehr Transparenz und macht deutlich, dass sich Förderung, Rehabilitation und produktive Arbeitsleistung in Werkstätten nicht voneinander trennen lassen, sondern zusammengehören. Wir wollen, dass die erfolgreichen Hamburger Ansätze in eine Bundesreform der Werkstätten einfließen. Wer Teilhabe am Arbeitsleben und Übergänge aus der Werkstatt heraus stärken will, muss arbeitsmarktnahe Dienstleistungstätigkeiten ausbauen und bessere Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen. Genau diesen Weg sollte eine Bundesreform der Werkstätten konsequent aufgreifen.“

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