Die Bürgerschaft befasst sich heute mit einem Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen zum Thema generationenübergreifende Wohnpartnerschaften. Das Projekt „Wohnen für Hilfe“, das bereits in einigen Städten läuft und das der Senat nun auf seine Umsetzbarkeit auch in Hamburg prüfen soll, ist darauf ausgerichtet, in der Regel ältere Menschen, die freien Wohnraum haben und junge Menschen, die günstigen Wohnraum suchen, zusammenzubringen.
Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die einen haben viel Wohnfläche und wünschen sich Unterstützung und Kontakt im Alltag. Andere wiederum suchen händeringend nach Wohnraum. Mit dem Projekt ‚Wohnen für Hilfe‘ sollen beide Seiten zusammengebracht werden. Mit dieser Idee wird ein weiterer Schritt zur Bewältigung der schwierigen Wohnungsmarktlage in unserer Stadt unternommen. Dass Menschen sich gegenseitig unterstützen, gehört zum Selbstverständnis unserer Stadt und hier kann es ein Teil der Problemlösung sein.“
Dazu Astrid Hennies, Abgeordnete der SPD-Bürgerschaftsfraktion und Mitglied im Wissenschaftsausschuss: „Das Projekt ‚Wohnen für Hilfe‘ hat für mich viel Potential. Insbesondere, weil in Hamburg günstiger Wohnraum ein knappes Gut ist. Generationenübergreifende Wohnprojekte sind im deutschlandweiten Vergleich auch längst keine Besonderheit mehr. Der Clou an ‚Wohnen für Hilfe‘ ist aus meiner Sicht, dass bei einer gelungenen Umsetzung eine gewinnbringende Wohnsituation für alle Beteiligten entsteht: denn Studierende und Auszubildende können günstig wohnen und die Wohnungsgeber erhalten im Gegenzug Hilfeleistungen in Haushalt oder Garten. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“


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