Der Senat hat sich im Streit um die Verlagerung des Regional- und Fernverkehrs vom Bahnhof Altona an den Diebsteich um eine außergerichtliche Einigung bemüht und einen Entwurf zur Verständigung der Verfahrensbeteiligten erzielt. Die Grünen haben das Verfahren unterstützt und freuen sich, dass mit der Einigung nicht nur die Planungen weitergehen können und eine viele Jahre dauernde Hängepartie vermieden wird, sondern, dass der Regional- und Fernverkehr in Hamburg damit dauerhaft gestärkt werden wird. Dabei sind auch verschiedene Forderungen, wie die Durchbindung der Regionalbahnen durch den Hauptbahnhof und die Nutzung der Güterumgehungsbahn für den Personenverkehr, die wir bereits gefordert haben.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit der erzielten Verständigung rückt der Bau des Bahnhofs Diebsteich näher. Nach monatelangem Planungsstopp geht es endlich wieder in die richtige Richtung. Eine über viele Jahre dauernde Hängepartie konnte damit vermieden werden. Dabei ist es für uns wichtig, dass der neue Fernbahnhof mehr Bahnkapazitäten und eine höhere Fahrgastauslastung als der alte Bahnhof erhält. In anderen Worten: Die Einigung ist die Grundlage dafür, dass System Schiene dauerhaft und nachhaltig in Hamburg zu stärken.
Der Bahnhof Altona-Nord wird mit den geplanten Maßnahmen zu einem echten Schnellbahndrehkreuz. Konkret bedeutet das: Die Linie der S4 wird in Richtung Westen verlängert – über den Diebsteich und über die Fernbahngleise bis nach Elmshorn. Damit können Fahrgäste aus dem Hamburger Nordwesten und Schleswig-Holstein Altona erreichen ohne über größere Umwege am Hamburger Hauptbahnhof umsteigen zu müssen. Das entlastet den Hamburger Hauptbahnhof und macht das Umsteigen im Nordwesten der Stadt noch attraktiver. Ähnliches gilt für die neu zu bauende Linie S21 als Verlängerung nach Kaltenkirchen und die Prüfung, ob die S32 nicht doch sinnvoller über den Fernbahnhof Diebsteich geführt werden kann. Auch die Themen Durchbindung der Regionalbahnen durch den Hauptbahnhof, Nutzung der Güterumgehungsbahn durch den Personenverkehr und der mögliche Bau einer S-Bahn Haltestelle für die Neue Mitte Altona zeigen, dass diese Einigung die Grundlage sein kann, den Regional- und Fernverkehr in Hamburg dauerhaft zu verbessern.“
Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mir ist wichtig, dass wir das System Schiene stärken und fit machen für die nächsten Jahrzehnte. Nachdem der Bund in den letzten 30 Jahren Schienenwege stilllegte und abbaute gibt es endlich auch im Bund ein Umdenken. Auch in Berlin ist jetzt klar: Wir brauchen eine echte Verkehrswende. Eine Verkehrswende gelingt aber nur mit einer starken Schiene. Ich freue mich, dass jetzt viele konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen, wie wir die Infrastruktur so stärken, dass mir mehr Personen transportieren können. Wir müssen das Dialogforum nutzen, um konkrete Verabredungen aller Beteiligten für den Ausbau der Schieneninfrastruktur zu treffen und diese dann gemeinsam kontinuierlich umzusetzen.“


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