Heute hat der Senat neue Coronaregeln für den Monat Dezember bekannt gegeben. Demnach werden die bisher geltenden Regeln vom ersten bis zum 20. Dezember angepasst. In dieser Zeit dürfen sich nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Ab dem 23.12. bis Neujahr sollen die Beschränkungen gelockert und bis zu zehn Personen aus maximal vier Haushalten zusammenkommen können. Besondere Regeln gelten für Kinder unter 14 Jahren. Der Umgang mit dem jüdischen Chanukka-Fest, das am 10. Dezember beginnt, soll sensibel geprüft werden.
Dazu Jennifer Jasberg, Vorsitzende der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Hamburg setzt die von den Ministerpräsident*innen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung verantwortungsvoll um. Auch wenn die Infektionszahlen in unserer Stadt seit dem erneuten
Lockdown allmählich zu sinken scheinen, bleibt das Infektions-geschehen beunruhigend. Wir müssen nach wie vor verhindern, dass die Pandemie unser Gesundheitssystem überlastet. Daher ist es weiterhin nötig, Kontakte so gut wie möglich zu vermeiden.
Für die Zeit zwischen Heiligabend und Silvester sollen die nun beschlossenen Maßnahmen gelockert werden, um in dieser traditionell gemeinschaftlichen Zeit ein wenig Erleichterung zu erfahren. Dies ist enorm wichtig für die psychische Gesundheit. Die Menschen sollen sich gerade in dieser Zeit nicht einsam fühlen. Um eine bundeseinheitliche Regelung zu realisieren, gilt dies auch zwischen den Feiertagen. Wir appellieren dennoch an die Vernunft aller Hamburger*innen, trotz der Lockerungen nur einen bestimmten, engen Personenkreis zu treffen. Es gilt, das Jahr mit gebotener Zurückhaltung, dafür gemeinsamer zu beenden.
Besondere Regeln gelten für Kinder unter 14 Jahren. Sie erleben die aktuellen Einschränkungen in einer besonders prägenden Lebensphase und sind zudem anders vom Infektionsgeschehen betroffen. Ich bin froh, dass die in Hamburg gefundene Sonderlösung, die ihre besonderen Bedürfnisse so gut es geht berücksichtigt, offenbar ein Exportschlager wurde und erhalten werden kann.
Im Dezember steht nicht nur das christliche Weihnachtsfest vor der Tür, auch das jüdische Chanukka wird in diesem Monat gefeiert. In den kommenden Tagen wird geprüft, inwieweit auch diese Feierlichkeiten der jüdischen Gemeinden, die außerhalb der Ausnahmezeit liegen, sensibel berücksichtigt werden können. Sozial relevante Feiertage sollten gleich behandelt werden.“


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