Die Hamburger Senior*innenvertretung wird neu gebildet. Alle in Hamburg lebenden Menschen der Generation 60+ sind aufgerufen, sich in den kommenden vier Jahren in den Mitwirkungsgremien für Senior*innen auf Bezirks- und Landesebene zu engagieren. Wie der rot-grüne Senat heute mitteilte, wird das Melde- und Wahlverfahren für die neue Amtszeit der Bezirks-Seniorenbeiräte (BSB) und des Landes-Seniorenbeirates (LSB) coronabedingt um weitere drei Monate verschoben. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion betont die große Rolle, die diese Vertretung in Hamburg spielt.
Dazu Christa Möller-Metzger, senior*innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Eine moderne Stadtgesellschaft braucht die Mitwirkung von älteren Menschen. Wir wollen Hamburg zur alters- und generationenfreundlichen Stadt, zur Age-friendly City machen und damit für die Zukunft rüsten. Unsere Hamburger Seniorenbeiräte leisten einen wichtigen Beitrag für eine altersfreundliche Politik. Ihre Vorschläge und ihre Einwände fließen beispielsweise bei Gesetzgebungsverfahren ein oder werden unter anderem bei der Planung von Bushaltestellen, Unterständen, bei der Verbesserung der Straßen-Beleuchtung oder bei der Gestaltung von Seniorentreffpunkten berücksichtigt. So ist gewährleistet, dass die Belange der älteren Generation beachtet werden. Und die Erfahrung zeigt, dass davon alle Generationen profitieren. Denn Themen wie Barrierefreiheit, breite Fußwege oder digitale Teilhabe sind in vielen Lebensphasen und unterschiedlichsten Lebenssituationen wichtig. Wie in allen Gremien ist auch bei der Senior*innenvertretung Vielfalt besonders gefragt. Deshalb ermutige ich alle Senior*innen, sich über die Beiratswahlen in diesem Jahr zu informieren und Wahlvorschläge einzureichen.“
Hintergrund:
Die Bezirksämter schreiben Anfang Juli 2021 alle delegationsberechtigten Gruppen, Einrichtungen und Organisationen an und informieren die Öffentlichkeit über das Verfahren. Auch Einzelpersonen, die von mindestens 20 weiteren Senior*innen unterstützt werden, können der Delegiertenversammlung angehören. Am 19. August ist Abgabeschluss der Delegiertenmeldungen beim Bezirksamt. Am 1. Oktober 2021 beginnt die Amtszeit der neuen Seniorenvertretungen. Bis zum 14. Oktober 2021 finden die konstituierenden Sitzungen der neuen Delegiertenversammlungen statt. Sie treten zur Wahl der Vorsitzenden der Delegiertenversammlung und Wahl der elf Mitglieder des Bezirks-Seniorenbeirats zusammen. Bis zum 11. November 2021 bilden sich die Bezirks-Seniorenbeiräte. Bis zum 23. Dezember 2021 konstituiert sich der neue Landes-Seniorenbeirat, bestehend aus sieben Vertreter*innen der Bezirks-Seniorenbeiräte und weiteren berufenen Mitgliedern.


Neuste Artikel
Integration
Zulassungsstopp für Integrationskurse – SPD, Grüne und Linke fordern die Bundesregierung zur Kehrtwende auf
Sprache ist ein zentraler Schlüssel für eine erfolgreiche Integration in Deutschland. Der von Bundesminister Dobrindt angekündigte Zulassungsstopp zu Integrationskursen schafft das Gegenteil und erschwert vielen Menschen, die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben, die Integration in den Arbeitsmarkt und das gesellschaftliche Leben. Aus Hamburg formiert sich deutlicher Protest gegen diesen Vorstoß: In einem gemeinsamen…
Carearbeit Equal Pay Day Gleichberechtigung
Equal Pay Day und Equal Care Day – Alam: „Hier geht es nicht um individuelle Leistung, sondern um strukturelle Ungleichheit“
Am 27. Februar ist „Equal Pay Day“. Der Aktionstag markiert seit 2008 symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Sie liegt in Hamburg – unbereinigt – bei 17 Prozent und somit noch einen Prozentpunkt höher als im Bundesdurchschnitt. Bereinigt liegt sie bei sieben Prozent (Bund: sechs Prozent). Damit zählt Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa….
Fraktionsvorstand
Bundesregierung plant neues Gebäudeenergiegesetz – Gwosdz: „Kampfansage an die Planungssicherheit“
Die Bundesregierung schafft mit ihren Eckpunkten für ein neues Gebäudeenergiegesetz vor allem große Verunsicherung. Der Entwurf schwächt die Planungssicherheit, sorgt für verdeckte Kosten und torpediert die Wärmewende. Leidtragende sind Menschen, die zur Miete wohnen, ebenso wie Hausbesitzer*innen, Unternehmen und das Handwerk. Dass Dennis Thering sich von diesem energiepolitischen Rollback mehr Klarheit verspricht, offenbart vor allem…
Ähnliche Artikel
Senior*innen
Age-Friendly City – Rot-Grün begleitet Umsetzung mit regelmäßigem Monitoring
Mit dem Aktionsplan „Age-Friendly City – für ein altersfreundliches Hamburg“ hat der rot-grüne Senat im vergangenen Jahr 105 Maßnahmen beschlossen, um die Lebensbedingungen älterer Menschen in den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Wohnen, Teilhabe und soziale Infrastruktur zu verbessern. Nun legen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen einen Antrag zur Einführung eines regelmäßigen Monitorings vor. Ziel ist…
Senior*innen
Hamburg wird offiziell „Age-friendly-City“ – Möller-Metzger: „Das altersfreundliche Hamburg ist ein Erfolg grüner Politik“
Die Hansestadt Hamburg ist nun offiziell „Age-friendly-City“: Wie Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank heute verkündet hat, ist die Hansestadt dem WHO-Netzwerk der altersfreundlichen Städte beigetreten und verpflichtet sich über Legislaturperioden hinweg, das Leben für ältere Menschen kontinuierlich zu verbessern. Zuvor hatte der Senat unter grüner Federführung den Aktionsplan „Age-friendly City für ein altersfreundliches Hamburg“ auf…
Senior*innen
Diskriminierung durch Altersgrenzen – Rot-Grün will ältere Verbraucher*innen besser schützen
Ältere Menschen stoßen im Banken- und Versicherungswesen häufig auf Altersgrenzen, die sie benachteiligen – sei es bei der Vergabe von Krediten oder im Versicherungsschutz. Um dieser Form der Altersdiskriminierung entgegenzuwirken, fordern die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen den Senat auf, sich im Rahmen der geplanten Novellierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) für mehr Transparenz und Gleichbehandlung…