Peggy Parnass ist heute im Alter von 97 Jahren gestorben. Die Grüne Fraktion trauert um die Schriftstellerin, Gerichtsreporterin und Holocaust-Überlebende, die ihr Leben dem Kampf für Menschenrechte, Demokratie und Erinnerung gewidmet hat.
Dazu Peter Zamory, Sprecher für Erinnerungskultur der Grünen Fraktion Hamburg: „Die Nachricht vom Tod von Peggy Parnass erschüttert uns tief. Ich kannte sie von Kind auf an, weil sie Jahrzehnte mit meinen Eltern befreundet und politisch eng verbunden war. Hamburg verliert eine unbeugsame, jüdische Stimme gegen Ungerechtigkeit, eine unermüdliche Streiterin für die Rechte der Schwächsten und eine kluge, mutige Mahnerin gegen das Vergessen. Ihr jahrzehntelanger Einsatz für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und ihre emotionalen und scharfsinnigen Gerichtsreportagen haben Spuren hinterlassen – nicht nur in unserer Stadt, sondern weit darüber hinaus. Peggy Parnass hat uns gezeigt, dass Erinnern Verantwortung bedeutet und dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Ihr Lebenswerk bleibt Mahnung und Auftrag zugleich. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freund*innen und allen, die ihr nahe standen.“
Weitere Informationen
Seit 2023 ist dem Gedenken an die Eltern von Peggy Parnass, Hertha und Simon, auf grüne Initiative hin der Parnass-Platz in Eimsbüttel gewidmet. Hertha und Simon Parnass starben 1942 im Vernichtungslager Treblinka.


Neuste Artikel
Fraktionsvorstand
Kritik an Bundesregierung – Gwosdz: „Wer einen teuren Tankrabatt einführt, darf beim Wohngeld nicht kürzen“
Mit dem Tankrabatt, der heute beschlossen werden soll, setzt die Bundesregierung erneut auf ein sehr teures Instrument anstatt zielgerichtet genau die Menschen zu entlasten, die am stärksten unter hohen Preisen leiden. Zugleich treffen die vom Bund geplanten Wohngeldkürzungen Haushalte mit geringem Einkommen hart, insbesondere in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Vor diesem Hintergrund fordert die Hamburger…
Fraktionsvorstand
Bundeswehr-Übung „Red Storm Charlie“ – Imhof: „Vertrauen und Sicherheit entstehen durch gute Vorbereitung“
Die heutige Landespressekonferenz steht im Zeichen der Vorbereitung auf den Krisenfall: Am Donnerstag startet in der Hansestadt die dreitägige Übung „Red Storm Charlie“ unter Leitung des Landeskommandos Hamburg. Sie knüpft an die Übungen „Red Storm Alpha“ (2024) und „Red Storm Bravo“ (2025) an. Rund 500 Soldat*innen trainieren gemeinsam mit etwa 60 zivilen Organisationen die Zusammenarbeit…
Energie Energiepolitik
Für mehr Wärmepumpen – Rot-Grün stellt sechs Millionen Euro zusätzlich für Heizungsförderung bereit
Die Nachfrage nach Wärmepumpen in Hamburg ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dieser positive Trend wird durch das Hamburger Heizungsförderungsprogramm besonders unterstützt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen planen nun eine Aufstockung des Hamburger Fördertopfes um sechs Millionen Euro bis Ende des Jahres. Ab 2027 soll das Förderprogramm zudem an die geänderten Rahmenbedingungen im…
Ähnliche Artikel
Erinnerungskultur
80 Jahre nach der Gedenkwoche von 1946 – Bürgerschaftsfraktionen erinnern an ermordete Menschen aus dem Hamburger Widerstand
Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD, Grünen und Linken erinnern heute gemeinsam an Menschen aus dem Hamburger Widerstand, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hingerichtet wurden. Anlass ist der 80. Jahrestag einer besonderen Hamburger Gedenkwoche: Am 4. September 1946 ließ der Hamburger Senat die Urnen der Ermordeten für drei Tage feierlich im Rathaus aufbahren. Mit einer Gedenkfeier im…
Erinnerungskultur
Rot-Grün fördert „Geschichtsort Stadthaus“ – Ein würdevolles Gedenken an die Opfer des NS-Regimes
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen begrüßen die Übernahme des „Geschichtsortes Stadthaus“ in die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (SHGL). Mit einem gemeinsamen Antrag stellt Rot-Grün jetzt Mittel in Höhe von bis zu 169.500 Euro bereit, um die Entwicklung des Gedenkortes weiter zu unterstützen (siehe Anlage). Damit sollen…
Erinnerungskultur
1700 Jahre jüdisches Leben – Zamory: „Wir Juden und Jüdinnen möchten selbstbestimmt einbezogen werden“
Die Hamburgische Bürgerschaft debattiert in ihrer heutigen Aktuellen Stunde auf Wunsch der Grünen Fraktion das Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Wir müssen Tacheles reden!“. Anlässlich des Festjahres muss in den Mittelpunkt gestellt werden, dass jüdisches Leben in Deutschland eine äußerst lange Geschichte hat und heute wieder in der Mitte der Gesellschaft stattfinden kann….