Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder geeinigt. Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen jetzt die Umsetzung der Tarifeinigung in Hamburg auf den Weg und führen einen Zuschuss zum Deutschlandticket für die Beschäftigten der Freien und Hansestadt ein. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer nächsten Sitzung am 25. März.
Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Der Alltag ist in den letzten Jahren immer teurer geworden. Umso wichtiger ist es, dass wir die aktuelle Tarifeinigung für die Beschäftigten des öffentlichen Diensts in Hamburg möglichst schnell und umfassend umsetzen. Der Zuschuss zum Deutschlandticket ist dabei zentral: Er entlastet alle, die jeden Tag mit dem ÖPNV zur Arbeit fahren und macht Hamburg als Arbeitgeberin noch attraktiver. Gleichzeitig motiviert er zum Umstieg auf Bus und Bahn und hilft damit beim Klimaschutz. Dieser Zuschuss muss deshalb allen im öffentlichen Dienst zugutekommen. Durch eine vorgezogene Änderung des Hamburgischen Besoldungsgesetzes stellen wir sicher, dass auch Beamt*innen, Richter*innen und Rechtsreferendar*innen pünktlich zum 1. April ein vergünstigtes Ticket erhalten können. Für uns ist klar: Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst halten unsere Stadt jeden Tag am Laufen. Egal ob Tarifbeschäftigte oder Beamt*innen – sie verdienen spürbare Entlastungen im Alltag.“
Dazu Tim Stoberock, Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg im Unterausschuss Personalwirtschaft und Öffentlicher Dienst: „Die Tarifeinigung ist eine gute Nachricht für Hamburgs Beschäftigte. Mit unserem Antrag setzen wir das Ergebnis jetzt zügig um und sorgen dafür, dass die Tarifänderung auch auf Beamt:innen, Richter:innen und Rechtsreferendar:innen übertragen wird. Besonders wichtig ist uns der Zuschuss zum Deutschlandticket: Künftig übernimmt die Stadt als Arbeitgeberin 25 Prozent der Ticketkosten – aktuell 15,75 Euro im Monat – sodass der Preis für das hvv-Jobticket auf 44,10 Euro sinkt. Damit dieses Ersparnis ab nächsten Monat auch bei allen im öffentlichen Dienst ankommt, ändern wir das Hamburgische Besoldungsgesetz. So entlasten wir unsere Beschäftigten, stärken umweltfreundliche Mobilität und machen Hamburg als Arbeitgeberin noch attraktiver.“
Hintergrund
Ergänzend zur bundesweiten Tarifeinigung vom Februar 2026 wurden in Hamburg bereits im Oktober 2025 Vereinbarungen für die städtischen Beschäftigten getroffen. Dazu zählt neben Zulagen für bürgernahe Dienste auch der neue Fahrtkostenzuschuss zum Deutschlandticket. Dieser Mobilitätszuschuss muss ab dem 1. April 2026 erfolgen, da er nicht rückwirkend gewährt werden kann.
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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