Für Reisende soll es sich künftig auszahlen, ihren Urlaub in Hamburg möglichst nachhaltig zu gestalten. In einem gemeinsamen Antrag setzen sich SPD und Grüne für die Prüfung eines Belohnungssystems nach Kopenhagener Vorbild ein: Reisende, die umweltfreundlich anreisen und auf mehr Nachhaltigkeit während ihres Urlaubs setzen, erhalten in einem solchen „HamburgPay“-Modell Vergünstigungen, etwa für Hamburger Museen oder Restaurants. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 22. April.
Dazu Dominik Lorenzen, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Nachhaltigkeit soll sich auch im Urlaub lohnen: Wer etwa mit der Bahn nach Hamburg kommt und den Aufenthalt nachhaltig gestaltet, sollte dafür etwas zurückbekommen. Das Kopenhagener Belohnungssystem ‚CopenPay‘ zeigt, wie das geht: Tourist*innen, die auf mehr Nachhaltigkeit setzen, kommen dort günstiger ins Museum oder erhalten Gutscheine für Stadtführungen und Restaurants. Ein solches Anreizsystem würde auch unserer Stadt gut zu Gesicht stehen, weswegen wir nun prüfen lassen, wie ein HamburgPay-Modell konkret aussehen kann. Wenn mehr Menschen, die unsere Stadt besuchen, sich vor Ort nachhaltig verhalten und dafür abends günstiger im Restaurant essen, haben alle etwas davon. Wir setzen auf positive Anreize und fördern einen verträglichen und nachhaltigen Tourismus, von dem sowohl die Menschen in Hamburg und ihre Umwelt als auch nachhaltige Tourismusunternehmen und die Reisenden selbst profitieren.“
Dazu Arne Platzbecker, tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „In Berlin sollen Tourist:innen für Gutscheine Müll sammeln – das ist vielleicht ein bisschen viel verlangt. Aber die Idee dahinter ist richtig: Wer im Urlaub nachhaltiger unterwegs ist, sollte davon auch profitieren und am Ende haben wir alle etwas davon. Viele Menschen wollen umweltbewusst reisen, am Ende entscheidet aber oft der Preis. Genau hier setzen wir an und schaffen gezielte Anreize, die nachhaltige Entscheidungen erleichtern. Ein Modell wie HamburgPay kann dazu beitragen, klimafreundliche Anreise, nachhaltige Mobilität vor Ort und bewussten Konsum stärker zu fördern. Gleichzeitig profitieren auch Kultur, Gastronomie und Tourismuswirtschaft, weil neue Zielgruppen angesprochen und Aufenthalte verlängert werden können. Wichtig ist, dass ein solches System einfach, digital und praxistauglich umgesetzt wird und sich gut in bestehende Angebote integriert.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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