In Hamburg engagieren sich rund 569.000 Menschen freiwillig. Um die Entwicklung dieses Engagements besser zu verstehen und gezielt zu stärken, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen dafür ein, den Deutschen Freiwilligensurvey 2024 gezielt für Hamburg auszuwerten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung der Hamburger Engagementstrategie einfließen zu lassen. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 20. Mai.
Dazu Simone Dornia, Sprecherin für freiwilliges Engagement der Grünen Fraktion Hamburg: „Freiwilliges Engagement hält unsere Stadt zusammen. Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen, machen Hamburg jeden Tag ein Stück menschlicher und lebenswerter – ob auf dem Sportplatz, im Jugendzentrum oder Pflegeheim. Um ihr Engagement gezielt zu unterstützen, müssen wir uns ein klares Bild verschaffen: Welche Menschen engagieren sich in Hamburg freiwillig, etwa mit Blick auf die soziale Lage, Alter oder Migrationsgeschichte? Wo läuft es schon gut, wo bestehen Hürden? Mit der Auswertung des Freiwilligensurveys 2024 für unsere Stadt wollen wir genau hinsehen und verstehen, wie sich das freiwillige Engagement entwickelt hat. Nur so können wir die Hamburger Engagementstrategie sinnvoll weiterentwickeln und es mehr Menschen ermöglichen, sich zu engagieren – genau davon lebt eine starke und vielfältige Demokratie.“
Dazu Mithat Çapar, Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg für freiwilliges Engagement: „Hunderttausende Hamburger:innen engagieren sich freiwillig und halten damit unsere Stadt zusammen. Sei es in Sportvereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr, in sozialen Einrichtungen, Stadtteilinitiativen oder der Kulturarbeit, ohne diesen Einsatz wäre vieles in Hamburg schlicht nicht möglich. Gerade deshalb wollen wir genauer wissen, wie sich das Engagement in Hamburg entwickelt hat und welche Herausforderungen bestehen. Wir wollen herausfinden, ob Menschen unabhängig von Alter, Bildung, sozialer Lage, Migrationsgeschichte oder Behinderung gleichermaßen Zugang zu Engagement finden und wo es dabei hakt. Für uns als SPD-Fraktion ist freiwilliges Engagement keine Selbstverständlichkeit. Deswegen wollen wir den Hamburger Ehrenamtlichen den Rücken stärken und ihnen die Unterstützung geben, die sie für ihre Arbeit brauchen.“
Hintergrund:
Der Deutsche Freiwilligensurvey ist die wichtigste bundesweite Untersuchung zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beauftragt und erscheint alle fünf Jahre. Laut der letzten Hamburg-spezifischen Auswertung aus dem Jahr 2019 engagierten sich 35,6 Prozent der Hamburger*innen ab 14 Jahren freiwillig. Bundesweit ist der Anteil ehrenamtlich engagierter Menschen laut Freiwilligensurvey 2024 zuletzt von 39,7 auf 36,7 Prozent zurückgegangen. Wie sich das Engagement in Hamburg konkret entwickelt hat, soll nun mit einer neuen Hamburg-Auswertung untersucht werden.
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


Neuste Artikel
Familie
Offene Kinder- und Jugendarbeit – Rot-Grün bringt Sanierung der Einrichtungen systematisch voran
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die kommunalen Gebäude der Offenen Kinder– und Jugendarbeit langfristig und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Mit einem gemeinsamen Antrag setzen sie sich für eine systematische Sanierung und Modernisierung der Gebäude ein. Vorgesehen sind unter anderem eine umfassende Bestandsaufnahme aller Einrichtungen, ein Sanierungsfahrplan sowie die Entwicklung standardisierter Modulbauten für Neubauten. Über den…
Kultur
200.000 Euro für barrierefreien Ausbau – Rot-Grün fördert Weiterentwicklung des TONALi-Campus
Der TONALi Campus im Hamburger Grindelviertel ist ein wichtiger kultureller Begegnungsort, der vor allem junge Menschen aus der ganzen Stadt zusammenbringt und den sozialen Zusammenhalt fördert. Um die Weiterentwicklung des Campus zu stärken, unterstützen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen den notwendigen barrierefreien Ausbau mit bis zu 200.000 Euro aus dem Hamburger Sanierungsfonds. Über den…
Inklusion
Werkstätten für Menschen mit Behinderung – Rot-Grün für bessere Anerkennung der Arbeitsleistung und mehr Transparenz beim Einkommen
Menschen mit Behinderung leisten in Werkstätten jeden Tag wertvolle Arbeit. Gleichzeitig ist das Entgelt für viele Beschäftigte oft nur schwer nachvollziehbar. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich deshalb dafür ein, im Rahmen der geplanten Werkstattreform des Bundes auch das Entgeltsystem für Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung transparenter und verständlicher zu gestalten….
Ähnliche Artikel
Freiwilliges Engagement
Einsamkeit vermeiden – Rot-Grün fördert den sozialen Zusammenhalt
Unfreiwillige Einsamkeit wird immer stärker als Problem mit teils schweren Folgeerscheinungen verstanden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, dem generationsübergreifenden Phänomen der Einsamkeit mit einer Hamburger Strategie entgegenzuwirken (siehe Anlage). So sollen unter anderem Aus- und Weiterbildungsangebote zur Früherkennung von Einsamkeit geprüft und gegebenenfalls entwickelt werden, lokale…
Freiwilliges Engagement
Für junge Eltern – Mehr Zeit für freiwilliges Engagement
Jungen Eltern fehlt oft die Zeit, um sich freiwillig zu engagieren. Die geförderte Tagesbetreuung könnte dabei gegebenenfalls ein Instrument sein, um ihnen den nötigen Raum für gemeinnützige Tätigkeiten zu geben. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich deshalb dafür ein, dass geprüft wird, ob künftig auch die Zeit für freiwilliges Engagement bei der geförderten…
Freiwilliges Engagement
Nach Anmelderückgang – Neuer Schwung für die Jugendfreiwilligendienste
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen sprechen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür aus, die Jugendfreiwilligendienste stärker zu bewerben (siehe Anlage). Eine öffentlichkeitswirksame Kampagne soll helfen, die zuletzt im Zuge der Corona-Pandemie zurückgegangene Anzahl der Bewerbungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) wieder zu erhöhen. Dazu sollen auch die…