Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Hamburger Revierförstereien schrittweise modernisieren und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sowie den Schutz der Hamburger Wälder verbessern. Hintergrund ist ein aktuelles Gutachten, das an sämtlichen Standorten erhebliche Sanierungsbedarfe festgestellt hat. Betroffen sind unter anderem Feuchtigkeitsschäden, veraltete technische Ausstattung sowie denkmalgeschützte Gebäude mit besonderem Sanierungsaufwand. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 3. Juni.
Dazu Lisa Maria Otte, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Unsere Revierförstereien sind die Basis für den Schutz und die Pflege von Hamburgs Wäldern. Die Teams vor Ort sichern Wege, pflegen Bäume, schützen Lebensräume und forsten den Wald nach Trockenperioden und Sturmschäden wieder auf. Das ist ganz wichtig für den Erhalt und die Stärkung der Natur und sorgt dafür, dass der Hamburger Wald langfristig als CO₂-Speicher wirkt. Ein Gutachten zeigt jedoch: Bei vielen Förstereien gibt es Feuchtigkeitsschäden, veraltete Technik und bauliche Mängel, auch die Arbeitssicherheit ist beeinträchtigt. Mit unserem Antrag stellen wir sicher, dass die acht Förstereien Schritt für Schritt modernisiert werden können. Zudem sollen energetische Sanierungen und der Einbau von Wärmepumpen sowie Photovoltaik dazu beitragen, dass die Förstereien künftig weniger für Energie zahlen müssen und die Emissionen sinken. Zugleich wollen wir prüfen, welche Bundes- und EU-Fördermittel für die anstehenden Maßnahmen bereitstehen. Damit sorgen wir dafür, dass die Revierförstereien gut für die Zukunft aufgestellt sind und ihre wichtige Arbeit für unsere Wälder leisten können.“
Dazu Marc Schemmel, Bürgerschaftsabgeordneter der SPD-Fraktion Hamburg für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen: „Die Hamburger Revierförstereien leisten einen zentralen Beitrag für den Schutz und die Pflege unserer Wälder und Naturflächen. Sie sind wichtige Akteure beim klimaangepassten Waldumbau, bei der Wiederaufforstung nach Extremwetterereignissen und in der Umweltbildung. Damit die Beschäftigten diese Aufgaben auch künftig gut erfüllen können, brauchen sie moderne und funktionale Arbeitsbedingungen. Das vorliegende Gutachten zeigt deutlich, dass bei den Förstereien erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Wir haben uns deshalb bereits in der Vergangenheit unter anderem mit zusätzlichen Haushaltsmitteln für notwendige Waldumbaumaßnahmen und die Sanierung der Forstgebäude eingesetzt und setzen diese Unterstützung nun konsequent fort. Deshalb ist es richtig, jetzt tragfähige Lösungen für die Modernisierung der Standorte zu entwickeln und dabei auch mögliche Fördermittel von Bund und EU einzubeziehen.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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