Queer

Rot-Grüner Pride-Empfang: Liebe mit Recht

Vor 25 Jahren trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft und schuf erstmals einen eigenständigen rechtlichen Rahmen für gleichgeschlechtliche Paare. Seit knapp einem Jahrzehnt sorgt die Ehe für alle für die Gleichstellung im Eherecht. Einen Tag vor dem offiziellen Start der Pride-Week laden die Regierungsfraktionen zum Austausch über den weiteren Einsatz für Vielfalt, Respekt und gleiche Rechte ein.

Dazu Miriam Block, queerpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Hamburg hat in der Queerpolitik immer wieder wichtige Impulse gesetzt, von der Hamburger Ehe bis zur Ehe für alle. Auf diesen Erfolgen dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Queere sowie alternative Sorgegemeinschaften und Familien erfahren im Familienrecht noch immer Benachteiligungen. So ist das deutsche Familienrecht weiterhin vergeschlechtlicht. Zwei-Mütter-Familien werden häufig noch immer zur Stiefkindadoption gezwungen, obwohl eine der beiden Frauen das Kind geboren hat. Auch trans*, inter* und nicht-binäre Menschen, die Eltern werden, sind von diskriminierenden Regelungen betroffen. Gleichzeitig fehlt bis heute ein rechtlicher Rahmen für Verantwortungsgemeinschaften. Eine moderne Familienpolitik muss die Vielfalt der Lebensrealitäten anerkennen und rechtlich absichern. Dafür setzen wir uns ein und dafür wollen wir von Hamburg aus weiter Impulse geben.“

Dazu Indira Chuda, Sprecherin für LSBTI*Q der SPD-Fraktion Hamburg: „Hamburg war seiner Zeit voraus. Mit der Hamburger Ehe setzte unsere Stadt zwei Jahre vor dem Bund ein starkes Zeichen für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare. Das bundesweite Lebenspartnerschaftsgesetz markierte vor 25 Jahren den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung. Mit der Ehe für alle traf der Bundestag vor knapp einem Jahrzehnt schließlich die historische Entscheidung für die rechtliche Gleichstellung. Diese Errungenschaften sind das Ergebnis vieler Jahre politischen und gesellschaftlichen Engagements. Sie zeigen: Gleichberechtigung ist nie selbstverständlich, sondern muss immer wieder gemeinsam erkämpft und verteidigt werden. Mit unserem Empfang würdigen wir diesen Weg und richten zugleich den Blick auf die Aufgaben, die noch vor uns liegen.“

 

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