Laut Medienberichten soll ein neues Angebot vorliegen, wonach ein mögliches Naturkundemuseum statt in den Elbtower an den Standort am Besenbinderhof einziehen könnte. Für die Grüne Fraktion ist das keine Option. Mit 495 Millionen würde in diesen Neubau immer noch viel zu viel Steuergeld fließen, das man anderweitig deutlich besser nutzen könnte. Statt ein teures neues Museum zu bauen, sollten diese Mittel in die Zukunft der Stadt investiert werden: in Kinder und Familien. Für die Grünen steht darüber hinaus fest: Auf dem Elbtower liegt für die Stadt Hamburg kein Segen – es ist an der Zeit, umzusteuern und klare Prioritäten zu setzen.
Dazu Michael Gwosdz, Vorsitzender der Grünen Fraktion Hamburg: „Das neue Angebot für das mögliche Naturkundemuseum überzeugt uns nicht: 100 Millionen Euro weniger machen aus einem sehr teuren Projekt noch lange kein Schnäppchen. Dazu kommt, dass für 495 Millionen Euro im wirklich angespannten Hamburger Haushalt einfach kein Platz ist! Es ist an der Zeit, umzusteuern: Wir können nicht bei Kitas, Schulen und Hochschulen um jeden Euro ringen und gleichzeitig knapp eine halbe Milliarde für ein großes Museumsprojekt ausgeben. Hamburg muss jetzt die richtigen Prioritäten setzen. Und wir Grüne sagen klar: Unsere Priorität sind Kinder und Familien, Bildung und Wissenschaft. Ein Museumsbesuch ist wertvoll – aber er ersetzt keine gute Kita, keine sanierte Schule und keinen gut ausgestatteten Studienplatz.
Hamburg steht für Spitzenforschung und wir möchten die wertvollen naturkundlichen Sammlungen endlich angemessen sichern. Dafür brauchen wir aber keinen teuren Museumsneubau mit Prestigeadresse, sondern vor allem moderne Labore, funktionale Ausstellungsflächen und gut erschlossene Depots. Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage ist es unsere Verantwortung, genau darauf zu achten, was das Beste für die Zukunft unserer Stadt ist – und damit für unsere Kinder. Einer Lösung mit diesen Kosten wird die Grüne Bürgerschaftsfraktion daher nicht zustimmen. Darüber hinaus haben wir schon lange den Eindruck: Auf dem Elbtower liegt für uns als Stadt kein Segen. Dieses Bauprojekt ist Sache der Privatwirtschaft. Anstatt es mit großen finanziellen Risiken weiter zu verfolgen, sollten wir uns auch hier ehrlich machen und das Steuergeld für Wichtigeres verwenden.“


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