Freiwilliges Engagement

Engagementstrategie weiterentwickeln: Rot-Grün will freiwilliges Engagement stärken und Hürden abbauen

Rund jede dritte Person in Hamburg engagiert sich freiwillig. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die Hamburger Engagementstrategie weiterentwickeln und die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement verbessern. Dafür soll ein mehrstufiger Beteiligungsprozess gestartet werden, in den Engagierte, Organisationen, Fachbehörden und Bezirke ihre Erfahrungen einbringen können. Im Mittelpunkt stehen niedrigschwellige Zugänge, weniger bürokratische Hürden sowie eine stärkere Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit Behinderung. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer morgigen Sitzung.

Dazu Simone Dornia, Sprecherin für freiwilliges Engagement der Grünen Fraktion Hamburg: „Der Zusammenhalt in unserer Stadt lebt davon, dass sich viele Menschen einbringen, Verantwortung übernehmen und füreinander da sind. Dieses Engagement verdient Anerkennung und vor allem gute Rahmenbedingungen. Mit dem Haus des Engagements im Neuen Amt Altona haben wir einen Ort geschaffen, der dieses Engagement unterstützt und Menschen zusammenbringt. Mit der Weiterentwicklung der Engagementstrategie wollen wir gemeinsam mit den Freiwilligen herausfinden, was sich seit ihrer Einführung verändert hat, was es künftig braucht und welche Hürden bestehen. Engagierte sollen sich künftig besser qualifizieren und vernetzen können. Zudem wollen wir mehr Menschen den Schritt ins Engagement ermöglichen und unnötige Bürokratie abbauen. Besonders wichtig ist uns dabei, die Vielfalt des Engagements sichtbar zu machen. Deshalb wollen wir zum Beispiel Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Menschen mit Behinderung stärker einbeziehen.“

Dazu Mithat Çapar, Experte für ehrenamtliches Engagement der SPD-Fraktion Hamburg: „Freiwilliges Engagement hält unsere Stadt an vielen Stellen zusammen. Ob im Sportverein, in der Nachbarschaft, bei sozialen Angeboten oder in Initiativen: Viele Bereiche würden ohne die Zeit und den Einsatz von Ehrenamtlichen nicht funktionieren. Deshalb wollen wir gemeinsam mit den Engagierten schauen, was sich seit der Einführung unserer Engagementstrategie bewährt hat und wo wir besser werden müssen. Mit diesem Antrag bringen wir die im Koalitionsvertrag vereinbarte Weiterentwicklung der Hamburger Engagementstrategie auf den Weg. Dabei geht es ganz konkret um die Frage, wie wir den Zugang zum Ehrenamt erleichtern, Bürokratie abbauen und Engagement stärker anerkennen können. Besonders wichtig ist uns, Menschen einzubeziehen, deren Engagement bislang noch zu wenig sichtbar ist. Dazu gehören viele Hamburger:innen mit Migrationsgeschichte ebenso wie Menschen mit Behinderung. Wer sich für andere einsetzen möchte, sollte dabei möglichst wenige Hürden überwinden müssen. Genau daran wollen wir mit der Weiterentwicklung der Engagementstrategie arbeiten.“

Hintergrund:
Die Hamburger Engagementstrategie wurde 2019 veröffentlicht und soll nun weiterentwickelt werden. Vorgesehen ist ein strukturierter, gesamtstädtischer Beteiligungsprozess. Ziel sind unter anderem bessere Bedingungen für Engagement im direkten Lebensumfeld, Vermittlung und Qualifizierung, Austausch und Vernetzung sowie mehr Wertschätzung und Anerkennung für geleistetes Ehrenamt. Zusätzlich sollen bürokratische Hürden überprüft und die Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit Behinderung gestärkt werden.

Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.

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