Die Zahl der psychisch erkrankten Menschen in Deutschland nimmt seit Jahren zu. In Hamburg zeigt sich insbesondere bei Depressionen ein deutlicher Anstieg, wie eine neue Studie der Barmer-Krankenkasse zeigt. Anlässlich der laufenden Aktionswoche der seelischen Gesundheit macht die Grüne Fraktion in der Bürgerschaft deutlich, wie die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert werden kann, und stellt zugleich fest: Die vom Bund geplanten Einsparungen bei den Honoraren von Psychotherapeut*innen sind verheerend.
Dazu Linus Görg, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Eine psychische Erkrankung kann jeden Menschen treffen, egal in welcher Lebenslage. Besonders besorgt uns, dass immer mehr junge Menschen psychisch erkranken. Es ist schlimm, dass in unserem Land viele Betroffene in ihrer Notlage immer noch viel zu lange auf Hilfe warten müssen. In Hamburg setzen wir uns dafür ein, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird und sie nicht alleingelassen werden. Mit dem Hamburger Psychiatrieplan nehmen wir die psychische Gesundheit der Hamburger*innen ganzheitlich in den Blick. Wie eine bessere Versorgung konkret aussehen kann, zeigen in Hamburg bereits die Repsoldstraße 27, das SAFE-Projekt und die Psychiatriekoordination in den Bezirken. Gute psychiatrische Versorgung bedeutet nicht nur, im absoluten Notfall zu reagieren, sondern ihn frühzeitig zu verhindern. Wir brauchen ein Hilfesystem, das die Menschen wirklich erreicht. Es ist vor diesem Hintergrund unverständlich und verheerend, dass der Bund bei den Honoraren für Psychotherapeut*innen kürzt. Die Leidtragenden dieser Kürzungen sind Menschen mit psychischen Erkrankungen, die noch länger auf Hilfe warten müssen. Diese Politik schadet den Betroffenen und verhindert eine frühzeitige Behandlung. Stattdessen brauchen wir eine gute, vernetzte Versorgung vor Ort, ausfinanzierte Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angemessene Bezahlung für Psychotherapeut*innen.“


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