Medien

Drohende Zerschlagung der Hamburger Morgenpost, Müller: „Die MOPO muss als Ganzes eine eigenständige Stimme bleiben“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Morgenpost demonstrieren heute gegen die drohende Zerschlagung ihres Unternehmens und den damit verbundenen Abbau der gesamten Arbeitsplätze. Die Grüne Fraktion stellt sich hinter Redaktion und Verlag und appelliert an DuMont, eine Lösung zu finden, die der Medienlandschaft in Hamburg nicht noch weiteren Schaden zufügt.

Dazu Farid Müller, medienpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Hamburger Morgenpost gehört seit 70 Jahren zur Medienlandschaft in Hamburg wie der berühmte Deckel auf dem Topf, sie ist mit der Stadt verwachsen und ist ein traditionsreicher Teil von ihr. Die jetzigen Pläne, nur die Digitalrechte zu verkaufen, das Printangebot komplett einzustellen und die 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Morgenpost GmbH zu entlassen, sind gelinde gesagt katastrophal. Die Medienlandschaft in Hamburg wird in ihrer Vielfalt immer mehr bedroht, das Printsterben darf auch im Sinne unserer Demokratie nicht weitergehen. Erst kürzlich mussten wir den schweren Verlust der Hamburg-Ausgabe der Welt hinnehmen.

Als medienpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion richte ich den dringenden Appell an DuMont, einen Käufer zu finden, der die MOPO als Ganzes mit einem überzeugenden Zukunftskonzept übernehmen will und diese traditionsreiche Zeitung mit eigenständiger Stimme weiterführt. Hamburg braucht diese Stimme. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion solidarisiert sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Morgenpost im Sinne der Medienvielfalt in unserer Stadt.“

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