Rund 570.000 Menschen in Hamburg engagieren sich ehrenamtlich und leisten damit einen wichtigen Beitrag für Hamburgs Stadtgesellschaft. Um dieses Engagement künftig noch stärker zu würdigen und die freiwilligen Tätigkeiten gleichzeitig attraktiver zu gestalten, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen für die Konzipierung einer Hamburger Engagementkarte ein. Mit diesem neuen Angebot sollen Engagierte nicht nur eine formal dokumentierte Anerkennung erhalten, sondern auch stadtweit Vergünstigungen nutzen können. In den hierfür erforderlichen Planungsprozess soll neben den Bezirksämtern auch die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Darüber hinaus wollen die Regierungsfraktionen prüfen lassen, inwiefern eine Engagement-App die Karte sinnvoll ergänzen kann. Über den rot-grünen Antrag berät die Hamburgische Bürgerschaft am 16. Februar (siehe Anlage).
Dazu Yusuf Uzundag, Sprecher für freiwilliges Engagement der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Arbeit der Engagierten im Sozialen, in der Kultur, im Sport, im Naturschutz und in der Nachbarschaft ist unverzichtbar in unserer Stadt. Wir können leider nicht allen persönlich danken, doch mit der Engagementkarte wollen wir ihnen nun ein großes Dankeschön in Verbindung mit einigen Vergünstigungen aussprechen. Wer sich engagiert, liefert einen wichtigen Beitrag zu einer funktionierenden und sozialen Stadtgesellschaft, dieser Einsatz ist daher kaum hoch genug zu bewerten. Ich freue mich daher sehr, dass wir dieses Vorhaben jetzt in Hamburg starten und bin zuversichtlich, dass viele Menschen die Engagementkarte bald nutzen können. Eine digitale Ergänzung mit einer App ist zeitgemäß, für uns der logische Schritt und zeigt in Zukunft hoffentlich noch weiteren Freiwilligen Wege auf, wie sie sich in unserer Stadt engagieren können.
Dazu Ali Simsek, Experte für freiwilliges Engagement der SPD-Fraktion Hamburg: „In der Pandemie hat sich erneut gezeigt, dass ehrenamtliches Engagement für unsere Stadt unverzichtbar ist. Mit der Engagementkarte gibt Hamburg den vielen zupackenden Händen in unserer Stadt etwas zurück und kann bald mit vielen verschiedenen Vergünstigungen ganz konkret ‚Danke‘ sagen. Die neuen Vorteile werden auch dabei helfen, die Attraktivität des Ehrenamtes weiter zu steigern. Erfahrungen anderer Bundesländer haben gezeigt, dass bereits kleinere Rabatte in Geschäften und kostengünstigere Eintritte etwa in Museen von den Engagierten als klares Signal der Wertschätzung verstanden werden. Dieses Signal soll auch von der Hamburger Engagementkarte ausgehen. Die neue Engagementkarte, die bereits vorhandene Instrumente zur Anerkennung von freiwilligem Engagement, wie den ‚Hamburger Nachweis‘, ergänzt, soll daher in enger Abstimmung mit der Zivilgesellschaft – etwa dem AKTIVOLI-Landesnetzwerk – entwickelt werden. Dabei wollen wir auch prüfen lassen, ob mit einer App ein digitales Angebot bereitgestellt werden kann, das unkompliziert und niedrigschwellig nutzbar ist.“
Hintergrund
Mit der Hamburger Engagementkarte setzt Rot-Grün seinen Weg zur Stärkung des Ehrenamts konsequent fort und ergänzt bereits bestehende Initiativen wie die eigenständige Engagementstrategie sowie das Haus des Engagements um einen weiteren wichtigen Baustein. Hamburgs Angebote zum Ehrenamt finden sich im Internet unter [www.hamburg.de/engagement]www.hamburg.de/engagement.


Neuste Artikel
Fraktionsvorstand
Mögliches AfD-Parteiverbotsverfahren – Rot-Grün setzt klares Signal
Die AfD stellt mit ihrer Programmatik, ihrem Auftreten und dem Handeln zentraler Funktionsträger:innen eine wachsende Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands dar. Verfassungsschutzbehörden auf Landes- und Bundesebene kommen seit Jahren zu immer deutlicheren Bewertungen über die rechtsextreme Prägung der Partei. Vor diesem Hintergrund sehen sich die rot-grünen Regierungsfraktionen in Hamburg in der Pflicht, die Instrumente…
Klima Mobilität
Neuausschreibung der Hamburger Werbeverträge: Außenwerbung soll stadtverträglicher und umweltfreundlicher werden
In den kommenden Monaten werden die Verträge über die Nutzung der Außenwerberechte auf öffentlichem Grund neu ausgeschrieben, die Ende 2026 auslaufen – das betrifft ungefähr 5000 öffentliche Werbeflächen, etwa an Bushaltestellen oder Litfaßsäulen. Die rot-grünen Regierungsfraktionen setzen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, dass die Außenwerbung in Hamburg künftig noch stadtverträglicher und ökologischer ausgestaltet…
Klimaschutz
Hamburg ist Wasserstadt – Rot-Grün prüft zusätzliche Badestellen
Aus der Stadtgesellschaft und Fachöffentlichkeit gibt es seit Jahren immer wieder Impulse, Hamburgs Gewässer stärker zum Baden zu nutzen. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen nun prüfen lassen, an welchen Standorten im Stadtgebiet neue Badestellen entstehen können. Dabei sollen Sicherheit, Wasserqualität, Umwelt- und Naturschutz sowie bestehende Nutzungen berücksichtigt werden. Über…
Ähnliche Artikel
Freiwilliges Engagement
Einsamkeit vermeiden – Rot-Grün fördert den sozialen Zusammenhalt
Unfreiwillige Einsamkeit wird immer stärker als Problem mit teils schweren Folgeerscheinungen verstanden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, dem generationsübergreifenden Phänomen der Einsamkeit mit einer Hamburger Strategie entgegenzuwirken (siehe Anlage). So sollen unter anderem Aus- und Weiterbildungsangebote zur Früherkennung von Einsamkeit geprüft und gegebenenfalls entwickelt werden, lokale…
Freiwilliges Engagement
Für junge Eltern – Mehr Zeit für freiwilliges Engagement
Jungen Eltern fehlt oft die Zeit, um sich freiwillig zu engagieren. Die geförderte Tagesbetreuung könnte dabei gegebenenfalls ein Instrument sein, um ihnen den nötigen Raum für gemeinnützige Tätigkeiten zu geben. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich deshalb dafür ein, dass geprüft wird, ob künftig auch die Zeit für freiwilliges Engagement bei der geförderten…
Freiwilliges Engagement
Nach Anmelderückgang – Neuer Schwung für die Jugendfreiwilligendienste
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen sprechen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür aus, die Jugendfreiwilligendienste stärker zu bewerben (siehe Anlage). Eine öffentlichkeitswirksame Kampagne soll helfen, die zuletzt im Zuge der Corona-Pandemie zurückgegangene Anzahl der Bewerbungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) wieder zu erhöhen. Dazu sollen auch die…