Die Zahl der sogenannten Bettelampeln geht weiter zurück, wie eine Schriftliche Kleine Anfrage (SKA) der Grünen Abgeordneten Rosa Domm zeigt. Mitte April 2026 gab es in Hamburg nur noch 21 solcher Ampeln an Kreuzungen, die für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen erst nach Knopfdruck auf Grün schalten, während der Autoverkehr parallel weiterläuft. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren waren es noch 149. Der Abschied von Bettelampeln und die damit einhergehende Umstellung auf automatische Anlagen bedeuten geringere Wartezeiten für den Fuß- und Radverkehr und stärken die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen.
Dazu Rosa Domm, Sprecherin für Mobilität der Grünen Fraktion Hamburg: „Bettelampeln sind ein Relikt aus einer anderen Zeit, in der der Rad- und Fußverkehr dem Autoverkehr untergeordnet wurde – und die zum Glück vorbei ist. Unsere Anfrage zeigt: Von 149 Bettelampeln in Hamburg im Jahr 2011 sind heute nur noch knapp 15 Prozent in Betrieb. Auch die verbleibenden Bettelampeln wird die Verkehrsbehörde sukzessive umstellen, es sei denn, wichtige verkehrstechnische Gründe sprechen dagegen. Bei allen anstehenden Baumaßnahmen und Überarbeitungen von Ampeln wird diese Umstellung bereits mitgedacht. Mit dem Abschied von der Bettelampel beenden wir unnötige Wartezeiten an Ampeln und sorgen für Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen. Die Richtung ist klar: Hamburg gibt grünes Licht für den Fuß- und Radverkehr.“
Hintergrund:
Als Bettelampeln werden Ampeln an Kreuzungen bezeichnet, bei denen Fuß- und Radfahrer*innen erst durch Drücken des Ampeltasters ein grünes Signal erhalten, während Autofahrer*innen dieses automatisch bekommen. Es handelt sich nicht um die weit verbreiteten Fußgängerampeln, die eine Überquerung der Straße per Knopfdruck ermöglichen.


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