Die heutige Landespressekonferenz steht im Zeichen der Vorbereitung auf den Krisenfall: Am Donnerstag startet in der Hansestadt die dreitägige Übung „Red Storm Charlie“ unter Leitung des Landeskommandos Hamburg. Sie knüpft an die Übungen „Red Storm Alpha“ (2024) und „Red Storm Bravo“ (2025) an. Rund 500 Soldat*innen trainieren gemeinsam mit etwa 60 zivilen Organisationen die Zusammenarbeit im Krisen- und Verteidigungsfall. Geübt werden neben der Verlegung von Truppen und Material auch Szenarien wie ein Stromausfall, ein Chemieunfall und die Versorgung vieler Verletzter. Aus Sicht der Grünen Fraktion ist die Übung ein wichtiger Baustein, damit Hamburg auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig bleibt.
Dazu Sina Imhof, Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Niemand von uns weiß, was die kommenden Jahre bringen. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an, die Weltlage bleibt unberechenbar. Wenn die Zukunft ungewiss ist, hilft nur eines: gute Vorbereitung. Genau darum geht es bei ‚Red Storm Charlie‘. Hamburg ist ein zentrales Drehkreuz für die gemeinsame Verteidigung im Bündnis. Im Ernstfall müssen alle wissen, was zu tun ist, wer wofür zuständig ist und wer wen informiert. Dass in diesem Jahr deutlich mehr zivile Partner beteiligt sind – darunter Hamburger Kliniken, unser Flughafen sowie Supermarktketten – und darüber hinaus Betriebe in der ganzen Stadt mit ‚Red Storm Business‘ den Ernstfall üben, ist wichtig. Denn ob diese Stadt eine Krise übersteht, entscheidet sich im Zusammenspiel aller, nicht allein beim Militär. Sicherheit entsteht dort, wo Menschen Vertrauen in staatliche Institutionen haben und sich aufeinander verlassen können. Dieses Vertrauen muss man sich erarbeiten: mit einer handlungsfähigen Verwaltung, mit verlässlichen Sicherheitsbehörden, mit offenen Informationen und mit Abläufen, die eingeübt sind, bevor man sie braucht. Wir wollen, dass Hamburg eine Stadt bleibt, in der Menschen sicher, frei und gut leben können. Dafür übernehmen wir Verantwortung.“


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