Am heutigen Aktionstag erproben Bund und Länder gemeinsam Warnmittel des Katastrophenschutzes. Ab 11 Uhr aktivieren die Städte, Kommunen und Gemeinden Warn-Apps, lassen die Sirenen heulen oder spielen Nachrichten über digitale Anzeigetafeln. Eine Neuerung ist das Cell Broadcast: Warnhinweise werden direkt auf alle Mobiltelefone geschickt, die in einer bestimmten Funkzelle eingeloggt sind. Die Grüne Fraktion begrüßt diese Innovation als einen sinnvollen Baustein. Für effektiven Katastrophenschutz ist zugleich die Arbeit der Einsatzkräfte von zentraler Bedeutung, die durch den rot-grünen Haushaltsantrag gestärkt wird.
Dazu Sonja Lattwesen, Sprecherin für Katastrophenschutz der Grünen Fraktion Hamburg: „Der heutige Tag dient dazu, die gesamte Bevölkerung für Warnmitteilungen zu sensibilisieren, damit im Ernstfall alle wissen, was zu tun ist. Ich freue mich besonders, dass mit Cell Broadcast endlich eine niedrigschwellige Maßnahme der Bevölkerungswarnung ausgeschöpft wird. Per Smartphone erreicht man schnell viele Menschen gleichzeitig und genau das ist entscheidend im Katastrophenfall. Die Umsetzung dieser Innovation macht deutlich: In Hamburg hat Katastrophenschutz Priorität. Zugleich ist Zivil- und Katastrophenschutz mehr als heulende Sirenen und klingelnde Handys. Die wichtigste Säule für die Sicherheit unsere Stadtbevölkerung sind die Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk. Unterstützen können wir unsere Einsatzkräfte, indem wir die Selbsthilfefähigkeit unserer Bevölkerung stärken und sicherstellen, dass unsere Behörden online wie offline auf den Ernstfall vorbereitet sind. Deswegen setzen wir im diesjährigen Haushalt einen Schwerpunkt auf den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Diesen werden wir mit externer fachlicher Expertise zukunftsfähig neu ausrichten.“
Hintergrund
Am bundesweiten Warntag wird eine Probewarnung in Form eines Warntextes an alle am Modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossene Warnmultiplikatoren (z.B. Rundfunksender und App-Server) geschickt. Diese versenden die Probewarnung zeitversetzt an Warnmittel wie Fernseher, Radios und Smartphones. Parallel werden in den Bundesländern die verfügbaren kommunalen Warnmittel ausgelöst (z.B. Sirenen).


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