Die Corona-Pandemie hat den Online-Handel deutlich gestärkt. Doch schon vor Corona haben die Hamburger*innen überdurchschnittlich viele Pakete empfangen. Und der Wachstumstrend wurde auf 70 Prozent Zuwachs bis ins Jahr 2030 beziffert. Dies ist nicht nur eine Herausforderung für den Einzelhandel, sondern auch für die Mobilitätswende und den Klimaschutz. Daher begrüßt die Grüne Bürgerschaftsfraktion den heute vorgestellten Testbetrieb von Mikrodepots und Lastenrädern zur Warenlogistik von Hochbahn, Rewe Hermes, Deutsche Post und UPS im „Reallabor Hamburg“ (RealLabHH).
Dazu Gerrit Fuß, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit der Mobilitätswende möchten wir die Straßen zugunsten von Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV neu verteilen. Damit werden Luftverschmutzung, Lärm und Treibhausgase reduziert. Die Menschen in Hamburg werden zudem mobiler und der öffentliche Raum gewinnt an Qualität. Die Paketlogistik muss sich dieser Entwicklung stellen. Die Ausfuhr mit Lastenrädern, Kleinfahrzeugen mit elektrischen Antrieben, zentralen Paketboxen und kooperativen Lösungen sind wesentliche Bausteine für eine klimaneutrale Citylogistik. Wir setzen uns dafür ein, diese Möglichkeiten in den nächsten Jahren flächendeckend anzuwenden. Auch der Wirtschaftsverkehr muss gänzlich klimaneutral werden.“
Dazu Miriam Putz, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das neue Modell der Warenzustellung der vier großen Dienstleister zeigt, dass die Logistikbranche offen für innovative, klimafreundliche Konzepte in ihren Geschäftsmodellen ist. Ähnliche Projekte finden sich auch bei vielen anderen Unternehmen und Sektoren. Diese Impulse aus der Wirtschaft müssen wir aufgreifen und aktiv von städtischer Seite unterstützen und mitgestalten. Das RealLabHH-Projekt in der Hamburger Innenstadt, dem sich übrigens auch der Einzelhandel anschließen kann, ist dafür ein gutes Beispiel. In diese Richtung müssen wir weitergehen, denn das Ziel ist eine für alle lebenswerte Stadt.“


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