EU-Förderungen zu erhalten, ist für Unternehmen häufig mit hohem bürokratischen und zeitlichen Aufwand verbunden. Auch für Hamburger Unternehmen stellt dies einen Wettbewerbsnachteil dar – etwa gegenüber der Konkurrenz aus den USA. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher für eine Reform des EU-Beihilferechts ein. So sollen bürokratische Hürden abgebaut und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, damit Fördergelder den Unternehmen künftig einfacher und schneller zur Verfügung stehen und für notwendige Investitionen eingesetzt werden können. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft am 26. Februar.
Dazu Zohra Mojadeddi, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Die Transformation unserer Wirtschaft braucht klare und unbürokratische Rahmenbedingungen. Doch das aktuelle EU-Beihilferecht ist oft ein Hemmschuh für Innovation und Nachhaltigkeit. Mit unserer Initiative setzen wir uns dafür ein, dass gezielte Förderungen einfacher und schneller möglich werden – für eine klimafreundliche Wirtschaft und eine starke Wettbewerbsfähigkeit der EU. Gerade für eine Stadt wie Hamburg, die als Innovations- und Wirtschaftsstandort von klugen Förderinstrumenten profitiert, ist eine Reform dringend notwendig. Es ist höchste Zeit, dass die europäische Kommission unter konservativer Führung nachsteuert und faire Bedingungen schafft, damit wir nicht hinter flexiblere Wirtschaftsräume wie die USA zurückfallen.“
Dazu Hansjörg Schmidt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Die europäische Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen, sei es die ökologische Transformation, die Digitalisierung oder der zunehmende globale Wettbewerb. Gleichzeitig wird die Wirtschaftsförderung oft durch hohe bürokratische Hürden und lange Genehmigungsverfahren ausgebremst. So entsteht europäischen Unternehmen ein erheblicher Wettbewerbsnachteil gegenüber der internationalen Konkurrenz. Andere Wirtschaftsmächte wie die USA setzten mit Maßnahmen wie dem Inflation Reduction Act gezielt Anreize für Unternehmen, in Innovation und Nachhaltigkeit zu investieren. Entbürokratisierung ist daher das Gebot der Stunde. Gerade für innovative Unternehmen, die auf nachhaltige Technologien setzen, sind klare und praktikable Fördermechanismen entscheidend. Wir brauchen eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik, die Standortnachteile ausgleicht und Investitionen in Schlüsselindustrien gezielt unterstützt. Unser Antrag setzt hier an: Wir fordern eine Lockerung der Regelungen sowie verkürzte und beschleunigte Genehmigungsverfahren. Das EU-Beihilferecht muss an die wirtschaftlichen Realitäten angepasst werden. Hamburg als Innovations- und Wirtschaftsstandort braucht diese Reform, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und die sozial-ökologische Transformation aktiv zu gestalten.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


Neuste Artikel
Fraktionsvorstand
Aktuelle Stunde – Imhof: „Während die CDU auf billige Empörung setzt, verbessern wir den Alltag der Menschen in unserer Stadt“
Für gewöhnlich melden die demokratischen Fraktionen für die Aktuelle Stunde der Bürgerschaft eigene Themen mit dem Ziel einer spannenden und vertieften Auseinandersetzung an. Aber statt eigene Ideen vorzubringen und eine konstruktive Debatte anzuregen, hat sich die CDU-Fraktion heute zu einem undifferenzierten Rundumschlag gegen grüne Politik entschieden. Dieser erscheint allein parteipolitisch motiviert und entbehrt jeder sachlichen…
Klima
Erfolg für die Wärmewende – Domm: „Zahl neuer Wärmepumpen mehr als verdoppelt“
Die Zahl der angemeldeten Wärmepumpen in Hamburg ist innerhalb eines Jahres stark angestiegen: Von Januar bis Mai 2026 wurden 1214 neue Wärmepumpen bei den Hamburger Energienetzen angemeldet – im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 487. Das geht aus einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (SKA) der Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Rosa Domm und Melanie Nerlich an den…
Sozialversicherungsbeiträge: (Ehemalige) Landesvorstandsmitglieder übernehmen Beschäftigtenbeiträge selbst
Mitgliedermailing der Landesschatzmeisterin Tonja Körner-Uhlmann: Liebe Freund*innen, in der Diskussion rund um die Sozialversicherungsbeiträge der (ehemaligen bzw. aktuellen) Landesvorstandsmitglieder Maryam Blumenthal, Leon Alam, Lisa Kern, Anna Gallina und Martin Bill gibt es Neuigkeiten, die ich zügig mit euch teilen möchte: Die betroffenen Personen werden den vollständigen Beschäftigtenanteil übernehmen und freiwillig an die Partei zahlen….
Ähnliche Artikel
Wirtschaft
Siegerentwurf für neue Köhlbrandbrücke vorgestellt – Botzenhart: „Zentraler Baustein für den Hafen und Wahrzeichen für die Stadt“
Der heute vorgestellte Entwurf für die neue Köhlbrandbrücke überzeugt auf voller Linie: Eine moderne, leistungsfähige Brücke, die den Hafen langfristig stärkt und zugleich das Zeug zum neuen Hamburger Wahrzeichen hat. Dazu Eva Botzenhart, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg und Jurymitglied: „Der Siegerentwurf für die neue Köhlbrandbrücke überzeugt voll und ganz und weist die Richtung für…
Wirtschaft
Grünes Positionspapier zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz: Deutsche Seehäfen stärken – Verantwortung gemeinsam wahrnehmen
Die Seehäfen in Deutschland sind von zentraler Bedeutung für Wirtschaft, Logistik, Energieversorgung und Sicherheit. Sie stehen jedoch vor großen Herausforderungen: Überalterte Infrastruktur trifft auf neue Anforderungen durch Klimaschutz, Digitalisierung und geopolitische Veränderungen. Der daraus resultierende Investitionsbedarf ist erheblich und kann nicht allein von den Küstenländern getragen werden. Mit der Nationalen Hafenstrategie hat der Bund den…
Wirtschaft
Maritime Kreislaufwirtschaft stärken – Rot-Grün bringt nachhaltiges Schiffsrecycling in Hamburg voran
Nachhaltiges Schiffsrecycling bietet für den maritimen Standort Hamburg erhebliche wirtschaftliche und ökologische Chancen. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, Recyclingkapazitäten für ausgediente Handelsschiffe aufzubauen, regulatorische Hürden auf Bundesebene abzubauen und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Ziel ist es, die maritime Kreislaufwirtschaft zu stärken, strategische Rohstoffe zu sichern und…