Das Kultur- und Clubschiff MS Stubnitz ist einer der ungewöhnlichsten Livemusikclubs Hamburgs. Jetzt steht für das maritime Denkmal ein dringlicher Werftaufenthalt an, weil am Ruderschaft eine Undichtigkeit besteht und in diesem Jahr die turnusmäßige Erneuerung der Schiffszertifizierung erfolgen muss. Da die Gesamtkosten von rund 135.000 Euro die Mittel des Betreibervereins übersteigen, wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen bis zu 110.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 bereitstellen. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer kommenden Sitzung am 9. April.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Die MS Stubnitz ist nicht nur eines der bekanntesten Schiffe, sondern auch einer der angesagtesten Clubs für Livemusik in unserer Stadt. Das vielseitige kulturelle Programm dieser schwimmenden Kulturstätte erfreut sich sowohl bei den Hamburger*innen als auch über die Grenzen der Stadt hinaus großer Beliebtheit. Damit das so bleibt und auch künftig Veranstaltungen auf dem Schiff stattfinden können, ist eine Reparatur der Ruderanlage sowie ein Werftaufenthalt notwendig. Diese wichtigen Schritte unterstützen wir mit bis zu 110.000 Euro aus dem Sanierungsfonds und helfen mit, dass die MS Stubnitz erhalten bleibt und weiterhin von unzähligen Schiffs- und Musikbegeisterten besucht werden kann.“
Dazu Hansjörg Schmidt, Experte für Kreativwirtschaft der SPD-Fraktion Hamburg: „Die MS Stubnitz ist das letzte erhaltene Kühlschiff der DDR-Hochseeflotte und fest in unserer Clubkultur verankert. Zuletzt hat sie beim Clubaward den Titel als bester Club 2024 geholt. Gerade so außergewöhnliche Spielstätten machen Hamburg als Kulturmetropole aus. Jetzt erfordern die aktuellen Schäden an der Ruderanlage zwingend schnelles Handeln, denn ohne Reparatur und erfolgreiche Klasseerneuerung droht der Verlust der Betriebserlaubnis. Mit 110.000 Euro aus dem Sanierungsfonds ermöglichen wir die notwendige Instandsetzung sowie Zertifizierung und sorgen dafür, dass auch weiterhin Konzerte und Kulturveranstaltungen an Bord stattfinden können.“


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