Im Rahmen der Haushaltsberatungen hat die Hamburgische Bürgerschaft auch über den Etat für Umwelt und Energie (Teil des Einzelplans 6) debattiert. Vom höchsten Umweltetat der vergangenen Jahrzehnte in Höhe von rund 300 Millionen Euro im Jahr profitieren vor allem Parks, Grünflächen und Spielplätze. Mit einer Förderung von Naturschulhöfen an Grundschulen sollen auch Kinder mehr Gelegenheit haben, Tiere und Pflanzen in ihrer täglichen Umgebung selbst zu entdecken.
Dazu Ulrike Sparr, umwelt- und energiepolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Ich freue mich sehr über die Aufstockung des Umweltetats. Besonders das Hamburger Stadtgrün profitiert von zusätzlichen 500.000 Euro, insgesamt also 21,6 Millionen Euro jährlich. Eine weitere Million Euro für Grünpflege ist bei den Bezirken im Zuge der Sauberkeitsoffensive freigeworden. Essentiell für die Lebensqualität sind natürlich auch gut in Schuss gehaltene Spielplätze. 2019 und 2020 stecken wir deswegen jeweils zehn Millionen Euro in deren Sanierung.
Stadtkinder sollen auch in Zukunft hautnah erleben können, wie Pflanzen Wurzeln schlagen, Kräuter schmecken und Bienen um Blüten summen. Deswegen unterstützen wir Grundschulen mit 50.000 Euro dabei, Naturschulhöfe einzurichten. Wie sehr sich Menschen für die Stadtnatur begeistern lassen, haben auch Projekte gezeigt, die Umweltbildung und praktischen Naturschutz in der Integrationsarbeit für Geflüchtete genutzt haben. Diese Projekte wollen wir fortsetzen und das Konzept auch auf weitere Zielgruppen und Themen ausdehnen.
Eine weitere erfreuliche Neuigkeit kommt aus dem Energie- und Sozialressort: Um drohende Sperren von Strom, Gas oder Wasser abzuwenden, wird ein Runder Tisch mit allen Beteiligten, insbesondere den Grundversorgern und den Fachbehörden, eingerichtet. Dort soll eine Härtefallregelung gefunden werden, mit der vermieden wird, dass Menschen im Kalten und Dunklen sitzen bleiben. Die meisten Betroffenen haben übrigens schon heute Anspruch auf Unterstützung, nur wissen viele nichts davon.“
Hintergrund: Für den Haushaltsplan der Behörde für Umwelt und Energie stehen 2019 und 2020 jeweils fast 302 Millionen Euro zur Verfügung. Im Doppelhaushalt 2017/2018 waren es 271 Millionen Euro bzw. 266 Millionen Euro. Mit dem neuen Haushalt hat sich die Behörde auch neu strukturiert und den Bereich Energie und Klima vom Bereich Naturschutz getrennt.


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