Die beiden Fraktionsvorsitzenden Anjes Tjarks (Grüne) und Andreas Dressel (SPD) bekräftigten ihr Angebot an die Opposition, die weitere Aufarbeitung gemeinsam im Sonderausschuss anzugehen:
„Wir werden noch in der Sommerpause auf die Opposition zugehen, um gemeinsam einen Fahrplan zu besprechen. Alle weiteren Fragen sollen auf den Tisch. Bis hin zum Bürgermeister sollen und werden alle Verantwortlichen Rede und Antwort stehen. Die ausführlichen Beratungsergebnisse von letzter Nacht und eine detaillierte Aktenvorlage sollten eine gute Grundlage für die weitere politische Aufarbeitung sein. Wir wollen dazu ausdrücklich einen möglichst breiten Konsens mit der Opposition. Wir schlagen den 31. August als konstituierende Sitzung vor, um Aktenvorlage und Arbeitsplan zu beschließen. die eigentliche Arbeit sollte dann im September beginnen. Weitere Ermittlungsergebnisse werden dann vorliegen – gerade auch zu Tat- und Täterstrukturen. Es ist jetzt die Pflicht des Parlaments, die Verantwortung für die Aufarbeitung zu übernehmen. Dazu reichen wir der Opposition die Hand. Unsere gemeinsame Herausforderung ist, auch parlamentarisch einen Beitrag zu leisten, dass sich so etwas in Hamburg nicht wiederholt.“
Dazu Antje Möller, innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion:
„Die gestrige Sondersitzung des Innenausschusses war ein erster Aufschlag – teils sehr zusammenfassend, teils sehr detailiert. Das zentrale Werkzeug ist für uns der Sonderausschuss, der Ende August loslegen soll. Hier ist dann sicherlich auch eine andere, diskussionsintensivere Form der Auseinandersetzung gefragt. Zudem werden wir uns durch die Akteneinsicht sowie externe Expertinnen und Experten sicher ein differenzierteres Bild machen können.“
Der SPD-Innenexperte Arno Münster resümierte:
„Die mehr als achstündige Beratung gestern Abend war ein guter Einstieg in die Aufarbeitung der Ereignisse rund um den G20-Gipfel. Es konnten schon einige Sachverhalte – zum Beispiel in Bezug auf die Hinterhaltsituation am Schulterblatt am Freitagabend – ergänzt und erläutert werden. Wir stehen aber erst am Anfang der Aufarbeitung. Viele Fragen, insbesondere zu den Tat-, Täter- und Unterstützungsstrukturen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aufgeklärt werden. Dies ist die Aufgabe des Sonderausschusses, der nach der Sonnerpause seine Arbeit aufnehmen wird.“


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