In der Bürgerschaft wird heute die Senatsdrucksache zum Rückkauf des Fernwärmenetzes debattiert und abgestimmt. Mit dem Rückkauf wird der Volksentscheid „Unser Hamburg unser Netz“ umgesetzt und Hamburg kann nun die entsprechenden Verträge mit Vattenfall unterzeichnen. Anfang 2019 wird damit auch das Fernwärmenetz zurück in die Hände der Stadt kommen. Hamburg will seine Fernwärme künftig preiswert und klimafreundlich aus überwiegend erneuerbaren Quellen erzeugen.
Dazu Ulrike Sparr, Sprecherin für Umwelt und Energie der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen setzt Hamburg nicht nur Standards beim Klimaschutz, sondern schafft auch die Basis dafür, dass die Stadt selbst die Preise bezahlbar und sozialverträglich gestalten kann. Denn sowohl die Preise für Kohle als auch für CO2-Zertifikate sind in letzter Zeit stark gestiegen. Niemand weiß, was Kohlewärme in Zukunft wirklich kosten würde. Außerdem ist die Kohlewärme aus Moorburg keinesfalls sowieso da, sondern nur dann, wenn das Kraftwerk auch Strom produziert. Der Anteil an Windstrom nimmt jedoch ständig zu und kann in Zukunft einen stetig wachsenden Teil des Kohlestroms ersetzen. Das funktioniert aber nur dann, wenn wir auch unsere Wärmeversorgung von der Kohle abkoppeln. Sonst müssten wir die Kohlekraftwerke weiter laufen lassen, um unsere Häuser zu heizen. Das kann nicht unser Ziel sein.“


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