Heute hat der BUND seinen Fluglärmreport vorgelegt und seine Forderung nach einer Ausweitung des Nachtflugverbotes am Hamburger Flughafen unterstrichen. Der Umweltausschuss wird Donnerstag die Petition des BUND im Umweltausschuss beraten und hat dafür eine Expertenanhörung angesetzt. Die Regierungsfraktionen nehmen das Anliegen des Umweltverbandes ernst und begrüßen eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage, wie der Fluglärmschutz noch weiter in Hamburg verbessert werden kann.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion und Mitglied in der Allianz für Fluglärmschutz: „Der Fluglärmschutz ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir in der letzten Legislaturperiode mit allen Fraktionen den 16-Punkte-Plan beschlossen. Dadurch wurden viele Verbesserungen angeschoben, wie die Einführung der Allianz für den Fluglärmschutz, in der ein intensiver Austausch zwischen dem Flughafen, den Betroffenen, der Verwaltung und der Politik stattfindet. Wir haben die Fluglärmschutzbeauftragte maßgeblich gestärkt und verselbstständigt. Das hat dazu geführt, dass die Fluglärmschutzbeauftragte bundesweit einmalige Gegenmaßnahmen ergriffen hat und seit kurzem Strafzahlungen inklusive Gewinnabschöpfung an Airlines verhängt, die die Nachtruhe wiederholt nicht eingehalten haben. Dennoch muss man konstatieren: Der Fluglärmreport des BUND weist zu Recht darauf hin, dass sich die Verspätungssituation weiter verschlechtert hat. Dies ist nicht hinnehmbar. Auch wir finden, dass sich die Zahl der verspäteten Flüge reduzieren muss. Deshalb holen wir am Donnerstag die Meinung der Experten ein und werden weitere Maßnahmen diskutieren, um den Fluglärmschutz zu verbessern.“
Dazu Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion und Mitglied in der Allianz für Fluglärmschutz: „Wir können die Kritik an der Verspätungs- und Lärmsituation am Hamburger Flughafen durchaus nachvollziehen. Wir setzen darauf, dass zum Beispiel die erhöhten Landegebühren für Verspätungen aber auch das harte Durchgreifen mit Ordnungswidrigkeitenverfahren jetzt Schritt für Schritt Wirkung zeigen. Auch der Flughafen stellt sich seiner Verantwortung. Um die Akzeptanz unseres innerstädtischen Flughafens weiter zu gewährleisten, muss es das Ziel sein, einen vernünftigen Ausgleich zwischen den Standortinteressen und den Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner herzustellen – dem dient auch die gute Zusammenarbeit in der Allianz für den Fluglärmschutz. Mit allen Fragen rund um die Fluglärmsituation sowie mit der Volkspetition werden wir uns am Donnerstag im Rahmen einer Expertenanhörung im Umweltausschuss noch einmal intensiv befassen.“


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