Die Corona-Pandemie hat auch die alltägliche Arbeit des Hamburger Studierendenwerks stark eingeschränkt. Damit die zugehörigen Gremien sich auch weiterhin effizient austauschen können, soll das digitale Arbeiten in Form von Telefon- und Videokonferenzen daher auch bis Ende des Jahres 2023 möglich sein. Eine entsprechende Anpassung des Studierendenwerksgesetzes bringt Rot-Grün im Rahmen der heutigen Bürgerschaftssitzung auf den Weg (siehe Anlage).
Dazu Miriam Block, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das Studierendenwerk lebt Solidarität und demokratische Selbstverwaltung. Dass wir diese Werte auch weiter in der Corona-Pandemie im Rahmen digitaler Sitzungen gewährleisten, ist äußerst wichtig. So können physische Kontakte reduziert und Zugangsbarrieren abgebaut werden. Gleichzeitig ist es elementar, die Öffentlichkeit der Sitzungen auch im digitalen Raum sicherzustellen. Denn die demokratische Entscheidungsfindung an den Hochschulen braucht einen sichtbaren und allgemein zugänglichen Ort. Präsenz ist und bleibt mit Blick in die Zukunft allerdings eine wesentliche Komponente in der demokratischen Debatte, vor allem durch Unmittelbarkeit und Vertraulichkeit. Daher ist diese Regelung zeitlich begrenzt.“
Dazu Annkathrin Kammeyer, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Die pandemische Lage ist nach wie vor dynamisch. Daher bin ich dem Studierendenwerk für sein herausragendes Engagement in diesen herausfordernden Zeiten außerordentlich dankbar. Auch in der Gremienarbeit des Studierendenwerks muss der Gesundheitsschutz höchste Priorität haben. Nach zwei Jahren in der Pandemie wollen wir dafür sorgen, dass die Gremien des Studierendenwerks auch weiterhin digital tagen können und dabei die Informationsrechte der Hochschulöffentlichkeit gewahrt bleiben. Dafür bedarf es einer gesetzlichen Regelung, die wir mit unserm Antrag schaffen. Es ist wichtig, dass wir dem Studierendenwerk für seine Gremienarbeit weiterhin Verlässlichkeit bieten und die Handlungsfähigkeit sicherstellen.“


Neuste Artikel
Internationales
Gemeinsame Resolution – Hamburg setzt ein klares Zeichen gegen das iranische Regime und für die Menschen in Iran
Mit einer gemeinsamen Resolution setzen SPD, CDU und GRÜNE in der Hamburgischen Bürgerschaft ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Iran. Die Initiative geht auf einen Vorstoß der CDU-Fraktion zurück und verurteilt das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes sowie die systematische Unterdrückung durch die Revolutionsgarden (IRGC). Zugleich fordert die Bürgerschaft den Senat auf, sich…
Fraktionsvorstand
AfD-Verbotsverfahren prüfen – Imhof: „Es ist unsere demokratische Pflicht“
Die heutige Aktuelle Stunde steht im Zeichen des Kampfes für die Demokratie und gegen die Feinde der Verfassung. Die AfD hat sich in den vergangenen Jahren massiv radikalisiert und stellt eine wachsende Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung dar. Vor diesem Hintergrund stehen alle demokratischen Kräfte in der Verantwortung, alle Instrumente der wehrhaften Demokratie ins Auge…
Rechtspolitik
Entlastung für Beschäftigte – Heilfürsorge für den Justizvollzug kommt
Beschäftigte im Justizvollzug leisten täglich unter hohen körperlichen und psychischen Belastungen einen unverzichtbaren Beitrag für die öffentliche Sicherheit und Resozialisierung von Gefangenen. Anders als Polizei und Feuerwehr hatten sie bislang keinen Zugang zur Heilfürsorge. Mit einem interfraktionellen Antrag wollen die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und Linken das ändern und die Heilfürsorge auf den Justizvollzugsdienst…
Ähnliche Artikel
Wissenschaft
Bezahlbares Zuhause für Studierende – Rot-Grün plant 3000 neue Wohnheimplätze
Bis 2030 sollen in Hamburg 3000 zusätzliche Wohnungen für Studierende entstehen. Das sieht ein gemeinsamer Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen vor. Dafür sollen in der ganzen Stadt Flächen für neue Wohnheime geprüft und der Ausbau in enger Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk und weiteren Trägern vorangebracht werden. Ein besonderer Fokus liegt auf kostengünstigem, nachhaltigem…
Wissenschaft
Friedens- und Sicherheitsforschung stärken: Rot-Grün unterstützt IFSH auf dem Weg in die Leibniz-Gemeinschaft
Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) ist eine der wichtigsten deutschen Einrichtungen in der zivilen Sicherheitsforschung. 2026 bewirbt es sich für eine Aufnahme in die renommierte Leibniz-Gemeinschaft. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich dafür ein, das IFSH bei diesem Schritt umfassend finanziell zu unterstützen und damit beste Voraussetzungen…
Wissenschaft
Aktuelle Stunde in der Bürgerschaft – Storm: „Fokus auf Spitzenforschung und Innovation zahlt sich aus“
Die heutige Aktuelle Stunde steht im Zeichen von Innovation und Spitzenforschung. Zuletzt erhielt die Stadt hier einen zusätzlichen Schub: Mit 50 Millionen Euro werden Hamburger Startups im Rahmen der neu gegründeten Startup Factory „Impossible Founders“ unterstützt. Diese Förderung zeigt, dass kontinuierliches, politisches Engagement für exzellente Forschung langfristig Früchte trägt. Die Grüne Fraktion sieht das als…