Die Stadtreinigung Hamburg zieht nach einem halben Jahr Sauberkeitsoffensive eine positive Zwischenbilanz. Mehr Personal, häufigere Reinigungen, eine Sauberkeits-App, die WasteWatcher+ sowie neue Fahrzeuge und Ausrüstung verbessern die Sauberkeit in der Stadt erheblich. Das ergab eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Anjes Tjarks und Ulrike Sparr.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die aktuellen Zahlen der Stadtreinigung belegen, was im Stadtbild immer sichtbarer wird: Unser Hamburg ist so sauber wie lange nicht! Rund 440 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reinigen die Straßen und Grünflächen, dazu kommen 170 neue Fahrzeuge und weitere Ausrüstung. Von den 15.000 Verschmutzungen, die über die neue Sauberkeits-App gemeldet wurden, hat die Stadtreinigung mehr als 80 Prozent innerhalb von drei Tagen beseitigt. 590 Verwarngelder und 254 Bußgeldbescheide für illegale Müllentsorgung allein in der ersten Jahreshälfte zeigen: Die Sauberkeitsoffensive wirkt. Weil das Sommerwetter besonders an Feiertagen und Wochenenden in die Parks und Grünanlagen lockt, ist die Stadtreinigung von April bis September sieben Tage die Woche im Einsatz. Das erhöht den Wohlfühlfaktor vor Ort und die Lebensqualität insgesamt. Unsere Sauberkeitsoffensive trägt dazu bei, dass Hamburg die grüne Stadt am Wasser bleibt. Nicht zuletzt sorgt die Sauberkeitsoffensive auch für neue Arbeitsplätze – eine Win-Win-Situation, die Schule machen kann. Die rund 27 Millionen Euro, die Rot-Grün dafür in die Hand genommen hat, sind gut angelegtes Geld.“
Dazu Ulrike Sparr, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die gebündelten Kompetenzen im Bereich Sauberkeit der Stadtreinigung schaffen einen Mehrwert, der allen Hamburgerinnen und Hamburgern zugutekommt. Die Stadtreinigung schaut über den Tellerrand und kooperiert mit 24 Unternehmen und Behörden für ein sauberes Hamburg. Auch die Aktivitäten, die die Stadtreinigung im Bereich Prävention ergreift, können sich sehen lassen. Die diesjährige Müllsammelaktion ‚Hamburg räumt auf‘ hat bereits im März gezeigt, dass deutlich weniger Müll in unserer Stadt herumliegt. Hamburg ist und bleibt grün – auch und vor allem dank grüner Politik.“
Hintergrund: Laut der Schriftlichen Kleinen Anfrage werden Fahrbahnen, Rinnsteine und Begleitgrün deutlich häufiger gereinigt als früher, der Zustand von Grünflächen und Spielplätzen hat sich verbessert. Die Hamburgerinnen und Hamburger machten über 15.000 Mal von der neu eingeführten Möglichkeit Gebrauch, Verschmutzungen unkompliziert per Hotline oder App zu melden. Die neuen „WasteWatcher+“ genannten Mülldetektive und beteiligte Dienststellen konnten in 872 Fällen die Verursacher illegaler Müllentsorgung ermitteln.


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