Mit einem gemeinsamen Antrag setzen sich SPD und Grüne dafür ein, im Hochbunker an der Feldstraße einen Informationsort zur vielfältigen Geschichte des Bunkers einzurichten. Die Regierungsfraktionen wollen den dafür notwendigen Ausbau des Kultur- und Medienbunkers mit Mitteln in Höhe von bis zu 250.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 unterstützen. Weitere Mittel stellen die Erbbauberechtigten sowie die Stadtteilinitiative Hilldegarden e.V., die die Trägerschaft für den Informationsort übernimmt, zur Verfügung. Über den rot-grünen Antrag wird am 29. September in der Hamburgischen Bürgerschaft abgestimmt.
Dazu Peter Zamory, Sprecher für Erinnerungskultur der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Der Bunker Feldstraße ist Hamburgs größtes erhaltenes Kriegsbauwerk. Er ist kein Ort des Gedenkens, sondern ein Informationsort, an dem die Besucher*innen die Möglichkeit haben sollen, sich mit der Geschichte des Gebäudes auseinanderzusetzen. Die Bürgerschaft ist bereit, das Projekt mit Steuermitteln zu unterstützen. Voraussetzung ist allerdings ein umfassendes Konzept, wie dieser Informationsort gestaltet werden soll. Ich bin sehr gespannt auf das Konzept und hoffe, dass es im Stadtteil rege diskutiert wird.“
Dazu Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Der Bunker Feldstraße am Heiligengeistfeld ist Hamburgs größtes erhaltenes Kriegsbauwerk und war ein öffentlicher Luftschutzraum sowie Standort der Flakgeschütze. Es ist ein wichtiger Schritt, dass wir das Vorhaben der Stadtteilinitiative, einen den historisch-politischen Begebenheiten angemessenen Informationsort zu schaffen, mit 250.000 Euro aus dem Sanierungsfonds unterstützen. Die vorliegende Machbarkeitsstudie ist vielversprechend und ich bin gespannt auf das Umsetzungskonzept, in dem unter Einbeziehung eines Beirats die historische Vielschichtigkeit des Bunkers herauszuarbeiten und zu kontextualisieren sein wird.“


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