Umwelt

Kampagne #wirfuerbio: „Plastikfalle in der Biotonne vermeiden“

Plastikmüll stellt eine ungeheure Bedrohung für die Umwelt dar und landet über die Nahrungskette direkt beim Menschen. Es gelangt dabei über vielfältige Art und Weise in die Umwelt – zum Beispiel auch über den Biomüll, wenn dieser in einer Plastiktüte in die Tonne geworfen wird. Die Stadtreinigung Hamburg und der Grüne Umweltsenator Jens Kerstan werben nun im Rahmen der überregionalen Kampagne #wirfuerbio für plastikfreien Biomüll. Die Stadtreinigung verteilt an alle Haushalte gerade kostenlose Biomüll-Tüten aus Papier. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion sieht darin einen vorbildlichen Beitrag, um Plastik in der Umwelt zu reduzieren.

Dazu Ulrike Sparr, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Plastikmüll-Teppiche auf dem Ozean, bunte Kunststoff-Fetzen an der Schlei-Mündung, Plastikpartikel in den Mägen von Meerestieren: Das Problem Plastikmüll durchzieht beinahe alle Lebensbereiche. Selbst die Bio-Tonne zuhause kann zu einer Plastikfalle werden. Wenn Gemüseschalen und Kaffeefilter in der Küche zunächst säuberlich gesammelt, dann aber in einer Plastiktüte in die Tonne geworfen werden, gelangt diese natürlich mit in die Verwertungsanlage. Obwohl der Biomüll gesiebt wird, landet zumindest ein Teil des Plastiks im Kompost – und damit in der Umwelt und im Wasserkreislauf. Auch Tüten aus sogenanntem kompostierbaren Plastik sind keine Lösung, denn sie zersetzen sich zu langsam und unvollständig. Wer Papiertüten für seinen Biomüll verwendet, leistet einen wichtigen Beitrag für plastikfreie Böden und Meere. Ein kleiner Tipp: Anstatt in einem Eimer kann man den Biomüll auch einfach in den kleinen Papiertüten vom Gemüseeinkauf sammeln – so muss man nicht eigens Biomüll-Tüten kaufen.“

 

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