Die angekündigte Schließung von acht katholischen Schulen in Hamburg hat zu großer Verunsicherung und zu Unverständnis geführt. Betroffene Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte blicken angesichts der für alle sehr überraschenden Entscheidung des katholischen Erzbistums sorgenvoll in die Zukunft. Die Schulbehörde hat unmittelbar nach Bekanntwerden der geplanten Schließungen reagiert und eine Hotline für die Betroffenen eingerichtet. Es gibt nach wie vor viele Fragen an die Verantwortlichen der katholischen Kirche, die bisher nur unbefriedigend beantwortet wurden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen beantragen deshalb eine Selbstbefassung des Schulausschusses am 15. Februar. Im Rahmen dieser Sitzung sollen die Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Kirche angehört und zu den Hintergründen ihrer Entscheidung Stellung nehmen.
Dazu Stefanie von Berg, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir sind es den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern schuldig, für Antworten und für einen möglichst reibungslosen Übergang zu sorgen. Dafür können wir die Sitzung des Schulausschusses am 15. Februar nutzen. SPD und Grüne regen an, auch Vertreter des Erzbistums der katholischen Kirche einzuladen. Wir als Regierungsfraktionen möchten Ängste nehmen, indem wir allen Schülerinnen und Schülern einen reibungslosen Anschluss gewährleisten und ihnen einen Platz an einer staatlichen Schule garantieren. Auch hierzu wird es im Ausschuss nähere Informationen geben.“
Dazu Barbara Duden, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wir bedauern die vom Erzbistum verkündeten Schulschließungen sehr. Die Entscheidung hat Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch Lehrkräfte unvorbereitet getroffen und verunsichert viele Familien in der laufenden Anmelderunde. Es ist daher wichtig, dass sich auch der Schulausschuss der Bürgerschaft mit dieser Entscheidung auseinandersetzt. Insbesondere die Teilnahme von Vertretern des Erzbistums halten wir dabei für dringend erforderlich. Über die genauen Hintergründe dieser Entscheidung und das weitere Vorgehen sollen uns die Verantwortlichen der katholischen Kirche Rede und Antwort stehen.“


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