Der Tod von Esther Bejarano erfüllt uns mit tiefer Trauer.
Nach einer Kindheit in Saarlouis wurde sie 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort spielte sie in einem Orchester Akkordeon – und überlebte deshalb. Nach Kriegsende zog sie nach Israel. 1960 kehrte sie mit ihrem Ehemann nach Deutschland zurück. Ab diesem Jahr war Hamburg ihre Wahlheimat.
Ihr Tod bedeutet einen großen Verlust für uns alle. Esther Bejarano war eine wichtige Zeitzeugin, die es sich nie nehmen ließ, für Gleichberechtigung, Demokratie und Toleranz einzutreten. Ihre Stimme wird uns fehlen.
Maryam Blumenthal, Landesvorsitzende der Hamburger GRÜNEN: „Esther Bejarano war eine großartige Frau und ein großes Vorbild. Mit ihrer Kunst setzte sie sich ein für den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus. Sie war eine wichtige Zeitzeugin. Mir drückt es auf mein Herz und auf meine Schultern, zu wissen, dass diese wichtige Frau nicht mehr mahnen kann. Nicht mehr erinnern kann. Sich nicht mehr einmischen kann. Ich wünsche ihrer Familie, insbesondere ihren Kindern Edna und Joram, viel Kraft bei diesem schweren Verlust.
2019 erhielt Esther Bejarano die Hamburgische Ehrendenkmünze in Gold vom Senat, die zweithöchste Auszeichnung unserer Stadt. Unsere Aufgabe ist es, die Arbeit von Menschen wie Esther Bejarano fortzusetzen – mit der höchstmöglichen Anerkennung, Aufmerksamkeit und Würdigung.“


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