Kultur

Maritimes Erbe der Hansestadt erhalten: Sanierungsfondsmittel für die historischen Hafenkrane an der Großen Elbstraße

SPD und Grüne sichern den Erhalt der historischen Hafenkrane an der Großen Elbstraße mit bis zu 151.000 Euro. Mit einem entsprechenden Bürgerschaftsantrag stellen die Regierungsfraktionen Mittel aus dem Sanierungsfonds 2020 bereit. Die beiden stark sanierungsbedürftigen Hafenkrane mit Baujahr 1939 gehören zum maritimen Erbe der Hansestadt und sind Spiegel der Geschichte des Hamburger Hafenumschlags. Weitere Mittel für das Projekt sind durch Spenden von Stiftungen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammengekommen.

Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Geschichte Hamburgs ebenso wie die Altonas ist eng mit Elbe und Schifffahrt verbunden. Wir wollen dieses Erbe erhalten und damit die Wirtschaftsgeschichte der Stadt weiterhin sichtbar und erfahrbar machen. In diesem Rahmen ist der Erhalt der letzten zwei von einst 1.108 Wippkranen unverzichtbar. Diese Geräte wurden überwiegend in der Kampnagel-Fabrik hergestellt und begründeten auch den Ruf Hamburgs als ,schnellen Hafen‘. Diese Sanierung passt auch wunderbar in eine Zeit, in der wir das Deutsche Hafenmuseum in Hamburg ansiedeln werden.“

Dazu Martina Friederichs, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Als Altonaer Abgeordnete liegt mir der Erhalt der historischen Hafenkrane an der Großen Elbstraße sehr am Herzen. Der Hafen und die Schifffahrt prägen Hamburg seit Jahrhunderten und die Sicherung unseres maritimen Erbes ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die beiden Krane sind die letzten ihrer Bauart im Hamburger Hafen und zeigen, unter welchen Bedingungen Schiffe hier einst be- und entladen wurden. Ihre Bauweise ermöglichte das eng nebeneinanderstehende Arbeiten und damit rationelle Löschen und Beladen. Sie sind ein Zeugnis für die Entwicklung von der historischen hin zur heutigen modernen Hafenwirtschaft und müssen als Ensemble erhalten bleiben. Dafür sorgen wir mit unserem Antrag.“

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