Hamburg ist nicht nur eine beliebte Metropole, sondern auch ein attraktiver Arbeitgeber. Deshalb ist es auch nach wie vor möglich, benötigte Lehrerstellen ausreichend zu besetzen. Perspektivisch wird aber der Wettbewerb zwischen den Bundesländern um die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte auch in Hamburg zu spüren sein. Dem will Rot-Grün frühzeitig vorbeugen und die Anzahl der Referendariatsplätze erhöhen. Derzeit werden in jedem Jahr 550 Lehrkräfte ausgebildet. Ab Februar 2019 sollen in drei Stufen zu 45 Plätzen insgesamt 135 Ausbildungsplätze hinzukommen. Einen entsprechenden Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen heute in die Bürgerschaft ein.
Dazu Stefanie von Berg, bildungspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion der Grünen: „Der Lehrerberuf ist einer der komplexesten, zugleich aber auch schönsten Berufe der Welt. Wir wollen mit unserem Antrag auf Ausweitung der Referendariatsplätze bewirken, dass wir noch mehr jungen Menschen in unserer schönen Stadt den Weg in diesen tollen Beruf ermöglichen. Denn in Zeiten steigender Schülerzahlen wird der Bedarf an ausgebildeten Lehrkräften überall steigen. Wir handeln hier mit Weitblick und wollen einer Mangelsituation verantwortungsvoll und aktiv vorbeugen. Seit Jahren hat Hamburg konstant hohe Zahlen in der Lehrerausbildung – durch eine nochmalige Erhöhung sichern wir uns auch weiterhin voll qualifizierte Lehrkräfte.“
Dazu Barbara Duden, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Im Gegensatz zu anderen Bundesländern haben wir in Hamburg noch keinen grundsätzlichen Mangel an ausgebildeten Lehrkräften. Unsere Stadt war und ist schon immer ein attraktiver Standort für Lehrerinnen und Lehrer. Gleichwohl wissen wir aber, dass sich der Wettbewerb um Nachwuchskräfte verstärken wird. Um möglichen Engpässen entgegenzuwirken, sind mehr Kapazitäten bei der Referendariatsausbildung deshalb ein wichtiger Baustein. Wir freuen uns, mit dieser Maßnahme dafür zu sorgen, dass noch mehr junge Leute ihren Berufsstart als Lehrerin beziehungsweise Lehrer in Hamburg haben.“


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