Stadtentwicklung

Nachhaltigkeit im Konzern FHH: Erstmals Gemeinwohlbilanzierung bei der Stadtreinigung Hamburg

Die Stadtreinigung Hamburg wird im Rahmen eines Pilotprojekts das erste gemeinwohlbilanzierte öffentliche Unternehmen Hamburgs. Damit gehen SPD und Grüne einen weiteren wichtigen Schritt, um die Nachhaltigkeitsziele des Konzerns Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) zu erreichen. Ein entsprechender Antrag der Regierungsfraktionen wird am 29. September in der Bürgerschaft beraten. 

Dazu René Gögge, Sprecher für Öffentliche Unternehmen der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir wollen, dass die Verwaltung und öffentlichen Unternehmen unserer Stadt bei ethischen und nachhaltigen Standards Vorbilder sind. Mit dem Mindestlohn von zwölf Euro, der Initiative ‚Fairtrade-Stadt‘ und der Hamburg Strategie orientieren wir uns an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Die exemplarische Gemeinwohlbilanzierung der Stadtreinigung wird diese positiven Effekte noch sichtbarer machen, indem über ökologische und soziale Aspekte zusätzlich zur konventionellen Bilanz berichtet wird. Wenn sich die Gemeinwohlbilanz als leicht verständliche Kommunikation bewährt, soll sie auf viele weitere stadteigene Unternehmen angewandt werden. Das ist ein wichtiger und systematischer Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit.“ 

Dazu Markus Schreiber, Fachsprecher für Öffentliche Unternehmen der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Hamburgs öffentliche Unternehmen sind ein Pfund für die Stadt: als Dienstleister, als Arbeitgeber und durch die Möglichkeiten, den Fortschritt sozial und nachhaltig zu gestalten. Jetzt wollen wir mit einem Pilotprojekt eine Gemeinwohlbilanzierung testen, die die bisherigen Formen der Bilanzierung erweitert. Dabei geht es um Kriterien wie Arbeitnehmerrechte, Beteiligung, Ressourcenmanagement und Transparenz – etwa bei Lieferketten. Nach einem Testlauf bei der Stadtreinigung Hamburg kann die Gemeinwohlbilanzierung bei einer positiven Auswertung die für Hamburgs öffentliche Unternehmen bereits beschlossene Nachhaltigkeitsberichterstattung sinnvoll ergänzen.“ 

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