Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen bringen heute eine Initiative zur städtebaulichen Entwicklung an Hamburgs Hauptverkehrsachsen in die Bürgerschaft ein. Diese sieht vor, den Wohnungsbau sowie die Gewerbeentwicklung entlang der Hamburger Magistralen zu verstärken. Dadurch kann weiteres Wachstum der Stadt durch Nachverdichtung im Inneren ermöglicht werden. Untersuchungen im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundes im Bezirk Altona hatten ein großes Nachverdichtungspotenzial von rund 20.000 Wohnungen allein in Altona ergeben. Im Rahmen des Projektes sollen nun Verfahren und Instrumente geprüft und entwickelt werden, um dieses Potenzial zügig für eine nachhaltige Stadtentwicklung auch in anderen Bezirken Hamburgs freizusetzen.
Dazu Olaf Duge, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Um das Wachstum der Hamburger Bevölkerung in den nächsten Jahren zu bewältigen, müssen wir den Wohnungsbau weiterhin auf dem bundesweit einmalig hohen Niveau halten und vorantreiben. Uns ist dabei wichtig, dass unsere Stadt ihren Charakter als grüne Metropole bewahrt und nachhaltig wächst. Das Forschungsprojekt in Altona zeigt das große Nachverdichtungspotenzial entlang der Magistralen auf. Da wollen wir ansetzen. Vielen erscheint das Wohnen an Magistralen heute noch unattraktiv – das wird sich ändern. Die technischen und baulichen Neuerungen der kommenden zehn bis zwanzig Jahre werden die Qualität des Wohnens insbesondere im städtischen Bereich deutlich verbessern. Elektromobilität, Fahrradwege, Flüsterasphalt, ‚HafenCity-Fenster‘ sowie lärmabgewandte Gebäude und Wohnungen sorgen für ruhigeres Wohnen und bessere Luft.“
Dazu Dirk Kienscherf, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Unser Ziel ist, dass Wohnen in einer attraktiven, wachsenden Metropole bezahlbar sein muss. Daher ist es unerlässlich, den Wohnungsneubau weiter erfolgreich fortzuführen. Damit Hamburg weiterhin grün und lebenswert bleibt, müssen wir intelligenter mit den vorhandenen Flächen umgehen. Viele Areale an den Hauptverkehrsstraßen sind eher in geringem Umfang bebaut. Sie verfügen daher über Potentiale für zusätzlichen Wohnraum in erheblichem Umfang. Durch moderne Bautechnik könnten hier attraktive neue Orte für Wohnen und Arbeiten entstehen. Diese Potenziale sollten jetzt planvoll erschlossen werden. Das Beispiel Altona zeigt die großen Chancen einer solchen Entwicklung.“


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