Der Weltklimarat (IPCC) hat heute den zweiten Teil seines sechsten Sachstandsberichts zu den Auswirkungen der Klimakrise vorgestellt. Die neue Publikation verdeutlicht noch einmal die umfassende Gefahr der Erderhitzung. Dabei beginnen die tödlichen Folgen zunächst in den sogenannten Erwärmungs-Hotspots in Afrika, Lateinamerika und Asien. Jedoch ist eine Ausweitung dieser Folgen vom Globalen Süden auf den Globalen Norden laut den Expert*innen des IPCC unausweichlich. Das Zeitfenster, innerhalb dessen die schlimmsten Entwicklungen noch verhindert werden können, schließt sich nach Angaben des Weltklimarats immer weiter. Ein schnelles Handeln der Regierungen sei gefragt.
Dazu Rosa Domm, klimapolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Der neue Bericht des IPCC macht noch einmal auf eindrückliche Art und Weise deutlich, was uns in den letzten Jahren immer bewusster geworden ist: Die Klimakrise ist längst da und wird mit ihren Folgen für viele Menschen immer mehr zu einer lebensbedrohlichen Gefahr. Über Jahrzehnte hinweg haben Regierungen weltweit die Warnungen der Wissenschaft ignoriert und den Planeten steigenden Emissionen ausgesetzt. Durch Fluten, Stürme, Starkregenereignisse und Hitzewellen spüren wir diese Auswirkungen schon heute – auch in Deutschland und hier in Hamburg. Nicht nur mit Blick auf die zwingende Reduktion der CO2-Emissionen stehen wir daher vor einer enormen Transformationsaufgabe. Auch unsere Infrastruktur müssen wir vor der Klimakrise und ihren Folgen absichern. Die energiepolitische Unabhängigkeit zu Russland ist zudem eine weitere, unmittelbare Herausforderung. In den nächsten Jahren gilt es nun, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu beenden – auch im Hinblick auf geopolitische Ereignisse wie aktuell den Krieg in der Ukraine. Die gesamtgesellschaftliche Herausforderung liegt nun darin, dass diese anstehenden Veränderungen sozial gerecht gestaltet werden.“


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