Die Regierungsfraktionen von SPD und GRÜNEN unterstützen die Sanierung der Viktoria-Kaserne in Altona. 2015 hatte die Genossenschaft fux eG das geschichtsträchtige Gebäude mit dem Ziel erworben, dort nach umfangreicher Sanierung gemeinschaftlich betriebene Atelier- und Arbeitsräume für unterschiedliche Unternehmen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Produktion anzubieten. Zusammen mit einer Stadtteil-Kantine und mehreren Läden entsteht auf rund 10.000 Quadratmeter Fläche in den nächsten Jahren ein neuer Ort für Kultur und Gewerbe in Altona. Schon jetzt haben in der Viktoria-Kaserne zahlreiche Kreative dort ihre Wirkungsstätte.
Eine zwingend notwendige Maßnahme ist in nächster Zeit die Sanierung der Fassaden, um das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu erhalten. Dafür wurden Gesamtkosten von 1,68 Millionen Euro ermittelt. Auf Initiative von Rot-Grün sollen 600.000 Euro aus Mitteln des Sanierungsfonds der Bürgerschaft für die Fassadensanierung bereitgestellt werden. Ein weiterer Zuschuss in derselben Höhe aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes ist bewilligt. Die restlichen Kosten werden von der fux eG als Eigenanteil getragen.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender und Altonaer Wahlkreisabgeordneter der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion: „Mit der Sanierung der Viktoria-Kaserne unterstützen wir einen kulturellen Schmelztiegel in Altona. In den Ateliers, Studios, Büros und Werkstätten inzwischen 150 Menschen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Gestaltung zusammen. Dies ist ein beeindruckendes Projekt und zeigt, wie sinnvolle Stadtentwicklungspolitik funktioniert.“
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „In der Viktoria-Kaserne entsteht inmitten der Großstadt Hamburg eine ganz besondere Nische für Kreativwirtschaft und Kulturschaffende. An diesem Ort wird deutlich, dass durch bürgerschaftliches Engagement eine alternative Form der Stadtentwicklung entstehen kann. Hier ist es gelungen, ein denkmalgeschütztes Gebäude sinnvoll weiter zu nutzen und gleichzeitig sein bauliches Erbe zu erhalten.“
Dazu Sacha Essayie, Vorstandsmitglied fux eG: „Die ehemalige Viktoria-Kaserne ist heute 135 Jahre alt, und zwei Jahre davon gehört sie der Genossenschaft fux eG. Wir haben mit der Kaserne ein wichtiges Zeugnis der Altonaer Geschichte übernommen, das aber auch große Herausforderungen mit sich bringt in Form eines jahrzehntelangen Sanierungsstaus. Wir freuen uns daher sehr, dass die Bürgerschaft und der Bund uns dabei unterstützen, die Kaserne von Grund auf sanieren zu können und zu einem kollektiv betriebenen Kultur- und Produktionsort umzuwandeln.“
Hintergrund:
Die in den Jahren 1878 bis 1883 erbaute Viktoria-Kaserne in Altona steht seit 2010 als eines der letzten charakteristischen Beispiele für preußische Kasernenarchitektur in Hamburg unter Denkmalschutz. Die Genossenschaft fux eG – ein Zusammenschluss des Frappant e.V. und Lux & Konsorten – kaufte Anfang 2015 der Stadt Hamburg das Gebäude für 1,85 Millionen Euro ab, um es denkmalgerecht zu sanieren mit dem Ziel, auf diesem geschichtsträchtigen Gelände gemeinschaftlich betriebene Atelier- und Arbeitsräume aus den Bereichen Kultur, Bildung und Produktion anzubieten. Einen entsprechenden Bauantrag zur Umnutzung und Erweiterung der ehemaligen Kaserne für Kleingewerbe, Handwerk, Kunst und Kultur sowie zur Aufteilung der Flächen auf 26 Nutzungseinheiten hatte die Genossenschaft im Juli 2015 beim Bezirksamt Altona eingereicht, woraufhin im Februar 2016 die Baugenehmigung erfolgte. Mehr als 250 Genossinnen und Genossen aus verschiedensten Feldern der Kreativwirtschaft werden nach der Sanierung bezahlbare Gewerbe- und Atelierflächen, Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Übungsräume sowie Produktionsstätten für kleine Betriebe zur Verfügung stehen. Eine Stadtteil-Kantine, mehrere Läden sowie eine Gäste-Etage befördern die lokale Ökonomie. Es wird ein unabhängiger Ort für lokale Kultur und Gewerbe entwickelt, der dem Stadtteil und der Stadt offen steht. Voraussichtliches Ende der zahlreichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten soll das Jahr 2020 sein. Die Gesamtkosten prognostiziert die Baukostenübersicht der fux eG auf rund 9.870.000 Euro.


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