Die Köhlbrandbrücke muss in absehbarer Zeit ersetzt werden. Derzeit werden drei Varianten für eine neue Querung des Köhlbrands geprüft. Dabei wird der Radverkehr erstmals von Beginn an konsequent mitgedacht. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion sieht darin einen Paradigmenwechsel in der verkehrsspolitischen Planung. Nach einer neuen Studie liegt das Potential für den Radverkehr bei einer neuen Querung des Köhlbrands bei 400.000 Radfahrenden pro Jahr.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender und hafenpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Erstmals werden Radfahrende systematisch bei einer Elbquerung mitgedacht. Nach der versäumten Möglichkeit, den Fluss für Radler entlang der A1 und A7 querbar zu machen, ist dies ein großer Durchbruch im verkehrspolitischen Denken der Planer. Darüber freuen wir uns sehr. Bislang müssen Radlerinnen und Radler die Fähren oder Klappbrücken nutzen, um über die Elbe zu kommen. Auch die Möglichkeiten, über den Köhlbrand mit dem Rad zu fahren, sind begrenzt. Mit einer neuen, attraktiven Querung des Köhlbrandes wird sich das nun grundlegend ändern. Denn bei allen drei Optionen, die derzeit geprüft werden – Brücke, Bohrtunnel und Absenktunnel – wird der Radverkehr mitgedacht. Und das hat gute Gründe: Nach einer neuen Studie könnte sich die Zahl der Radfahrenden mit einer neuen Querung des Köhlbrandes auf 400.000 pro Jahr steigern. Damit würde sich die Zahl der Radfahrenden auf dieser Strecke im Hafen mindestens verfünffachen. Angesichts des immer besser ausgebauten Radewegenetzes ist eine Radtour durch den Hafen ein Highlight für alle.“
Hintergrund: Derzeit nutzen etwa 160-170 Radfahrende täglich die Kattwyckbrücke, um das westliche Hafengebiet zu erreichen. Zudem werden, je nach Jahreszeit, 40-100 Radfahrende pro Tag in der Fährlinie 61 in beide Richtungen gezählt. Eine neue Querung des Köhlbrands hätte das Potential, die Zahl der Radfahrenden auf ca. 750 Alltagsnutzerinnen und -nutzer und ca. 650 Freizeitnutzerinnen und -nutzer pro Tag zu erhöhen. Die Zahl würde sich nach dieser Prognose mindestens verfünffachen. Die Köhlbrandbrücke wird in absehbarer Zeit ersetzt werden müssen, da sie nicht mehr den benötigten Anforderungen gerecht wird. Bis spätestens 2030 soll die alte Brücke ersetzt werden. Derzeit werden drei Varianten für eine neue Querung des Köhlbrands geprüft: eine Brücke, ein Bohrtunnel und ein Absenktunnel.


Neuste Artikel
Öffentliche Unternehmen
Stadtwirtschaft effizienter organisieren – Rot-Grün weitet Shared-Service-Prinzip aus
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Hamburger Stadtwirtschaft effizienter organisieren und Doppelstrukturen reduzieren. Dafür sollen Leistungen wie Einkauf und Vergabe, Personalservices, IT-Services, Rechnungswesen sowie Facility- und Fuhrparkservices künftig stärker nach dem Shared-Service-Prinzip gebündelt, standardisiert und digitalisiert werden. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Stadtwirtschaft insgesamt zu stärken und Kosten zu verringern. Über den…
Wissenschaft
Universität Hamburg bleibt Exzellenzuniversität – Storm „Kluge Wissenschaftspolitik macht sich bezahlt!“
Die Entscheidung ist gefallen: Die Universität Hamburg konnte ihren Titel als Exzellenzuniversität verteidigen und erhält im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder für weitere sieben Jahre Fördergelder. Dies ist das Ergebnis einer intensiven Evaluation, mit der die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat bestätigen, dass die Universität Hamburg ihre Ziele aus der ersten Förderphase…
Fraktionsvorstand
Finanzkonzept für Olympia-Bewerbung – Imhof: „Hamburg ist gut aufgestellt für erfolgreiche olympische und paralympische Spiele“
Am 31. Mai entscheiden die Menschen in Hamburg über eine Olympia-Bewerbung. Das heute vom Senat vorgestellte Finanzkonzept ist eine solide Grundlage für wirtschaftlich tragfähige Spiele, die allen Menschen in Hamburg langfristig zugutekommen. Die Berechnungen zeigen, dass Olympia erhebliche Zukunftsinvestitionen und Fördersummen in die Hansestadt bringt und einen nachhaltigen Entwicklungsschub für die gesamte Stadt bedeutet. Dazu…
Ähnliche Artikel
Hafen
Gute Arbeit im Hafen – Rot-Grün setzt sich für Sicherung des Gesamthafenbetriebs ein
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich für die langfristige Sicherung des Gesamthafenbetriebs (GHB) mit seinen rund tausend Beschäftigten ein. Ein Antrag zur Bürgerschaftssitzung am 16. Oktober soll Maßnahmen auf den Weg bringen, um den Hafenbetrieb zu stärken und den GHB als wichtigen Akteur für tarifgebundene und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu unterstützen. Dazu Johannes Müller,…
Hafen
MSC-Einstieg bei HHLA – Strategische Partnerschaft für einen starken Hafen
Die rot-grünen Regierungsfraktionen unterstützen den Einstieg der weltgrößten Containerreederei Mediterranean Shipping Company (MSC) bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Mithilfe der strategischen Partnerschaft will Hamburg die Entwicklung des Hafens stärken sowie den Wirtschaftsstandort langfristig sichern. In einem gemeinsamen Zusatzantrag betonen SPD und Grüne die Bedeutung von guter Arbeit und Beschäftigungssicherung im Hafen und…
Hafen
Impulspapier zur Zukunft des Hafens – Müller: „Unsere Wirtschaft macht klar: Es ist Zeit zu handeln“
Heute haben die Handelskammer und der Unternehmensverband Hafen Hamburg ein Impulspapier mit Ideen zur künftigen Entwicklung des Hamburger Hafens vorgestellt. Die Grüne Fraktion Hamburg begrüßt die notwendigen Denkanstöße aus der Hamburger Wirtschaft. Auf dem Weg zum nachhaltigen Umbau des Hamburger Hafens müssen alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, damit der Wohlstand in Hamburg auch langfristig bewahrt werden…