Die Hamburger Messehallen sollen künftig für Projekte der Freizeitbranche sowie der Kulturszene genutzt werden. Solange coronabedingt keine Messen stattfinden können, soll eine branchen- bzw. szeneadäquate Nutzung möglich sein. Darüber hinaus soll der Senat prüfen, ob und wie man dieses Vorhaben finanziell unterstützen kann. Einen entsprechenden Zusatzantrag bringen die rot-grünen Regierungsfraktionen zur nächsten Bürgerschaftssitzung ein.
Dazu Miriam Putz, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Coronapandemie ist auch für unsere Messe eine enorme Herausforderung und Bedrohung, deshalb wird Hamburg sie finanziell stützen müssen. Gleichzeitig bieten die wegen ausfallender Messen nun brachliegenden Hallen Raum für neue Ideen und Experimente. Geräumige, luftige Messehallen bergen gerade in der Pandemie Chancen für Kultur- und Freizeitangebote, die in den sonst üblichen Räumlichkeiten von Unternehmen und Kulturbetrieben aktuell nicht realisierbar wären. Hygieneregeln lassen sich hier viel leichter einhalten. Wichtig ist, dass wir die Nutzung zu branchen- und szeneadäquaten Konditionen ermöglichen. So können wir zumindest im Kleinen aus der Not eine Tugend machen und mit diesem Antrag unsere Messe enger mit den Menschen in Hamburg und der direkten Nachbarschaft verbinden.“
Dazu Hansjörg Schmidt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wir wollen die Hamburger Freizeitunternehmen und die Kulturszene unterstützen, die durch die Coronakrise stark betroffen sind. Derzeit können aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln viele Betriebe der Freizeitwirtschaft nicht öffnen und auch die Kunst- und Kulturszene kann zahlreiche Projekte nicht umsetzen, da ihre Flächen begrenzt sind. Die Messehallen sind derzeit ungenutzt – hier stünde genügend Fläche zur Verfügung, um temporäre Projekte regelkonform auf den Weg zu bringen. Das Messegelände bietet hierfür viel Potenzial, der Senat soll daher diese Möglichkeiten prüfen.“


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