Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat heute über ihre Strategie zur Wiedereröffnung der Hamburger Schulen informiert. Demnach sollen – sofern es die Infektionslage zulässt – nach den Ferien zunächst die Klassen 1-4 sowie die Abschlussklassen in halbierten Klassenverbänden im tageweisen Wechsel unterrichtet werden. Zusätzlich sollen alle Schulbeschäftigten zweimal pro Woche mittels Schnelltest auf eine Corona-Infektion überprüft werden. Sobald ausreichend Tests zur Verfügung stehen, soll dieses Verfahren auch auf Schülerinnen und Schüler ausgeweitet werden. Die Regierungsfraktionen hatten den Senat in einem gemeinsamen Antrag ersucht, ein entsprechendes Konzept für Testungen im Schulalltag zu erstellen.
Dazu Ivy May Müller, schulpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Es ist gut und wichtig, dass wir den Schüler*innen, den Lehrkräften und Eltern zum Ferienanfang eine mögliche Perspektive mitgeben können. Kinder und Jugendliche haben ein enormes Bedürfnis, sich wieder in der Schule zu treffen, sich auszutauschen und dort gemeinsam zu lernen. Ob tatsächlich behutsam der Präsenzanteil in Form von Hybridunterricht für einige Jahrgänge ab dem 15.März wieder ermöglicht werden kann, lässt sich leider derzeit nicht hundertprozentig sagen. Wir müssen dies mit Blick auf die Inzidenzen und den R-Wert entscheiden.
Wir begrüßen, dass nun ein Schnell- und bald auch Selbsttest-Konzept vorliegt, das engmaschige Testungen für Schulbeschäftigte und perspektivisch auch für Schüler*innen vorsieht. Nur engmaschige Schnelltests sind in dieser Situation hilfreich. Mit einem solchen Konzept können wir die Infektionsgeschehen an Schulen besser erfassen und dort einen effektiven Beitrag zum Infektionsschutz leisten. Allerdings beobachten wir das aktuelle Infektionsgeschehen mit großer Sorge. Es ist dringend geboten, vorsichtig zu bleiben.“
Dazu Nils Springborn, schulpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Öffnungsperspektive für Hamburgs Schulen ist eine gute Nachricht für Schülerinnen und Schüler und eine spürbare Entlastung für Familien. Wir haben Wort gehalten und Kitas sowie Schulen oberste Priorität bei Öffnungsszenarien eingeräumt. Die vorgesehenen Maßnahmen sind ein vorsichtiger Schritt, der der aktuellen Pandemieentwicklung Rechnung trägt und dennoch für über 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen regelmäßigen Schulbesuch ermöglicht. Klar ist, dass diese Öffnungsschritte von umfangreichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen begleitet werden müssen. Der Einsatz von Schnelltests ist dabei eine wertvolle Ergänzung des bewährten Schutzkonzeptes. Entscheidend ist nun, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens diese Öffnungsschritte auch wirklich zulässt. Hier sind nun alle Hamburgerinnen und Hamburger gefordert, durch verantwortungsvolles und solidarisches Handeln die Infektionszahlen so niedrig wie möglich zu halten. Unabhängig davon bleibt es weiterhin wichtig, die Entwicklung gezielter Förderprogramme fortzuführen und auszuweiten, um möglichen Lernrückständen entgegenzuwirken.“


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