Die Kommunikation städtischer Unternehmen mit den Hamburger Gerichten erfolgt häufig noch analog und muss aufwendig digitalisiert werden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher dafür ein, die Kommunikation städtischer Unternehmen mit den Gerichten verbindlich auf digitale Verfahren umzustellen und so die Justiz spürbar zu entlasten. Künftig sollen städtische Unternehmen ausschließlich elektronische und sichere Übermittlungswege nutzen, um unnötige Zusatzaufwände in den Gerichten zu vermeiden. Über den rot-grünen Antrag stimmt die Hamburgische Bürgerschaft am 22. April ab.
Dazu Lena Zagst, justizpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Unsere Hamburger Justiz arbeitet bereits weitgehend digital, worauf wir zu Recht stolz sein können. Zugleich wollen wir sie weiter entlasten, wo es ohne großen Aufwand möglich ist. Wenn städtische Unternehmen analoge Schriftsätze schicken, bedeutet das für die Beschäftigten in den Gerichten zusätzliche unnötige Arbeit. Diese lässt sich leicht einsparen, indem künftig auch städtische Unternehmen auf digitale und sichere Übermittlungswege setzen. So gehen wir als Stadt einen weiteren Schritt in Richtung einer modernen und effizienten Kommunikation, die ganz im Sinne fairer und schneller Verfahren ist.“
Dazu Sarah Timmann, justizpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Unsere Gerichte arbeiten seit Jahren am Limit, während die Anforderungen weiter steigen. Deshalb nutzen wir konsequent alle Möglichkeiten, um die Justiz spürbar zu entlasten. Es ist nicht vermittelbar, dass städtische Unternehmen weiterhin analog kommunizieren und damit unnötige Mehrarbeit verursachen. Künftig sollen Schriftsätze direkt digital eingehen und ohne Umwege verarbeitet werden können. Das spart Zeit, Personal und Kosten und macht Verfahren deutlich effizienter. Klar ist: Eine moderne Justiz braucht durchgängig digitale Prozesse, und genau dafür sorgen wir jetzt.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


Neuste Artikel
Antisemitismus Erinnerungskultur Religion
Gedenken zum 7. Oktober – Gwosdz: „Wir müssen Antisemitismus in jeglicher Form bekämpfen“
Der Terroranschlag der Hamas auf den Staat Israel jährt sich bereits zum dritten Mal. Am 7. Oktober 2023 wurden mehr als 1200 Menschen getötet, viele weitere als Geiseln verschleppt. Es war das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoa. Das Gedenken ist zugleich eine Mahnung, im Kampf gegen Antisemitismus nicht nachzulassen und für…
Schule
Ukrainisch im Abitur: Rot-Grün will neue Prüfungsmöglichkeit schaffen
Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die Einführung von Ukrainisch als Abiturprüfungsfach in Hamburg auf den Weg. Dazu soll die Schulbehörde einen Rahmenplan erarbeiten. Zudem soll die Anerkennung auf Bundesebene vorangetrieben und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Lehrkräfte sichergestellt werden (siehe Anlage). Bislang kann Ukrainisch in der Oberstufe bereits belegt, aber…
E-Mobilität
Ladeinfrastruktur in Hamburg – Domm: „Hamburg verdoppelt die Zahl öffentlicher Ladepunkte und macht E-Mobilität alltagstauglicher“
Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Hamburg mehr als verdoppelt: Von 2.931 im August 2024 auf 5.976 im August 2026. Daneben steigt auch die Nachfrage nach Elektroautos spürbar an: Im August 2026 waren bereits mehr als 20 Prozent aller neu zugelassenen PKW reine Elektroautos. Das geht aus…
Ähnliche Artikel
Rechtspolitik
Aktuelle Stunde – Zagst: „Wir brauchen ‚Nur Ja heißt Ja‘ im Sexualstrafrecht und bekämpfen Femizide“
In der heutigen Sitzung debattiert die Bürgerschaft auf Anmeldung der Grünen Fraktion eine Reform des Sexualstrafrechts. Die Grüne Fraktion setzt sich klar für das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ und die konsequente Bekämpfung von Femiziden ein. Ziel ist ein Strafrecht, das Betroffene besser vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt schützt und geschlechtsspezifische Motive bei Tötungsdelikten stärker…
Rechtspolitik
Entlastung für Beschäftigte – Heilfürsorge für den Justizvollzug kommt
Beschäftigte im Justizvollzug leisten täglich unter hohen körperlichen und psychischen Belastungen einen unverzichtbaren Beitrag für die öffentliche Sicherheit und Resozialisierung von Gefangenen. Anders als Polizei und Feuerwehr hatten sie bislang keinen Zugang zur Heilfürsorge. Mit einem interfraktionellen Antrag wollen die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und Linken das ändern und die Heilfürsorge auf den Justizvollzugsdienst…
Rechtspolitik
Jeder Femizid ist einer zu viel – Geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen, Selbstbestimmung von Frauen stärken
In ihrer heutigen Aktuellen Stunde debattiert die Hamburgische Bürgerschaft über Gewalt gegen Frauen. Das am 21. November vom Bundeskriminalamt veröffentlichte Lagebild verdeutlicht, dass auch im vergangenen Jahr die polizeilich erfasste Gewalt gegen Frauen weiter zugenommen hat. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen hatten das Thema unter dem Titel „Jeder Femizid ist einer zu viel: Geschlechtsspezifische…