Die Polizei hat heute die Zahlen der Verkehrsunfallbilanz 2017 präsentiert. Demnach gingen die Unfälle gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Das betrifft sowohl die Personenschadensunfälle als auch die Sachschadensunfälle. Für die Grünen sind die vorgelegten Zahlen jedoch kein Grund zur Entwarnung. Gerade die Verdoppelung der tödlich verunglückten Fußgänger zeige, dass sowohl das Thema Verkehrssicherheit allgemein als auch das Thema Fußverkehr im Besonderen weiter verstärkte Aufmerksamkeit benötigen.
Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz sehe ich mit ambivalenten Gefühlen. Einerseits freut es mich, dass die Zahl der Unfälle, der Verunglückten insgesamt sowie der verletzten Kinder weiter rückläufig ist. Andererseits sind 28 Menschen bei Verkehrsunfällen zu Tode gekommen. Das verpflichtet uns, im Bereich der Verkehrssicherheit nicht nachzulassen. Überwachung, Prävention und Aufklärung müssen hier weiter ausgebaut werden. Alarmierend ist die Verdoppelung der Anzahl der tödlich verunglückten Fußgängerinnen und Fußgänger. Sie belegt aber auch, dass wir mit unserer Offensive für den Fußverkehr richtig liegen. Sie sind die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer. Wir wollen nicht nur eine gute Infrastruktur sicherstellen, sondern auch mehr Rücksichtnahme gerade auf schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer einfordern.“
Hintergrund:
Die Anzahl der Verkehrsunfälle sank im Jahr 2017 um 0,8 Prozent auf 67.881 (2016: 68.432). Die Anzahl der im Straßenverkehr Verunglückten sank um 2,5 Prozent auf 9.596 (2016: 9.838). Die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten sank um eine Person auf 28. Von diesen 28 tödlich Verunglückten in 2017 waren 13 Fußgänger (2016: 6), 3 Radfahrer (2016: 3), 4 Pkw (2016: 9), 2 Lkw (2016: 2), 6 Krad/inkl. Mofa (2016: 9).


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