Energie

Die Stadt Hamburg wird wärmepolitische Vorreiterin

Hamburg wird bei der Fernwärme stark auf innovative und erneuerbare Energien setzen. Die Gesellschafterversammlung der Wärmegesellschaft hat jetzt Planungsmittel dafür freigeben, die Potenziale hierfür südlich der Elbe zu untersuchen. Im Norden soll vor allem der Standort Stellinger Moor eine Rolle spielen, den die Stadtreinigung bereits prüft. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt diesen wichtigen Schritt und sieht die Stadt Hamburg als Vorreiterin auf dem Feld der Wärmepolitik.

Dazu Ulrike Sparr, energie- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Ganz Deutschland spricht über die Energiewende und meint damit fast überall noch den Strom. In Hamburg gehen wir jetzt schon einen Schritt weiter und packen auch die Wärmeenergie an. Wir arbeiten jetzt konkret daran, wie wir innovative, erneuerbare Energien in das Fernwärmenetz einbinden. Damit ist Hamburg in Deutschland wärmepolitische Vorreiterin – und betritt auch ein Stück Neuland.

Deshalb ist es wichtig, dass die vorliegenden Optionen jetzt sehr genau und mit der klaren Maßgabe Genauigkeit vor Schnelligkeit geprüft werden. Machbarkeit, Energieausbeute, CO2-Bilanz und Bezahlbarkeit für die Hamburgerinnen und Hamburger sind dabei die wichtigsten Kennzahlen. Sollte sich dann am Ende herausstellen, dass tatsächlich wesentliche erneuerbare Wärmepotenziale ausschließlich südlich der Elbe realisierbar sind, muss auch über eine Fernwärmeleitung unter der Elbe hindurch neu nachgedacht werden. Wenn sich das dann auch noch ‚rechnen‘ sollte, muss vertraglich ausgeschlossen werden, dass Wärme aus dem Kohlekraftwerk Moorburg in diese Leitung eingespeist wird.“

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