Hamburg wird bei der Fernwärme stark auf innovative und erneuerbare Energien setzen. Die Gesellschafterversammlung der Wärmegesellschaft hat jetzt Planungsmittel dafür freigeben, die Potenziale hierfür südlich der Elbe zu untersuchen. Im Norden soll vor allem der Standort Stellinger Moor eine Rolle spielen, den die Stadtreinigung bereits prüft. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt diesen wichtigen Schritt und sieht die Stadt Hamburg als Vorreiterin auf dem Feld der Wärmepolitik.
Dazu Ulrike Sparr, energie- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Ganz Deutschland spricht über die Energiewende und meint damit fast überall noch den Strom. In Hamburg gehen wir jetzt schon einen Schritt weiter und packen auch die Wärmeenergie an. Wir arbeiten jetzt konkret daran, wie wir innovative, erneuerbare Energien in das Fernwärmenetz einbinden. Damit ist Hamburg in Deutschland wärmepolitische Vorreiterin – und betritt auch ein Stück Neuland.
Deshalb ist es wichtig, dass die vorliegenden Optionen jetzt sehr genau und mit der klaren Maßgabe Genauigkeit vor Schnelligkeit geprüft werden. Machbarkeit, Energieausbeute, CO2-Bilanz und Bezahlbarkeit für die Hamburgerinnen und Hamburger sind dabei die wichtigsten Kennzahlen. Sollte sich dann am Ende herausstellen, dass tatsächlich wesentliche erneuerbare Wärmepotenziale ausschließlich südlich der Elbe realisierbar sind, muss auch über eine Fernwärmeleitung unter der Elbe hindurch neu nachgedacht werden. Wenn sich das dann auch noch ‚rechnen‘ sollte, muss vertraglich ausgeschlossen werden, dass Wärme aus dem Kohlekraftwerk Moorburg in diese Leitung eingespeist wird.“


Neuste Artikel
Erinnerungskultur
Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome: SPD, CDU, Grüne und Linke reinigen Stolpersteine
Die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft gedenken am 9. November gemeinsam der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Abgeordnete der vier Fraktionen reinigen die 21 Stolpersteine vor dem Hamburger Rathaus, die an verfolgte und ermordete Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft erinnern. Das gemeinsame Gedenken findet im Rahmen eines Medientermins am Montag, 9. November…
Wissenschaft
Von der Wissenschaft in die Praxis: Rot-Grün will Wissenstransfer an Hochschulen sichern
Der Austausch von Wissen zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wird von Bund und Ländern durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Die Bundesregierung plant, diese Transferförderung durch die Gründung einer Deutschen Anwendungsforschungsgemeinschaft (DAFG) neu zu gestalten. Vor diesem Hintergrund setzen sich die Hamburger Regierungsfraktionen von SPD und Grünen dafür ein, die bestehenden Fördermöglichkeiten langfristig zu sichern und Kunst-…
Kultur
Kleines hoftheater erhalten: Rot-Grün will neue Spielstätte in Mümmelmannsberg unterstützen
Das kleine hoftheater ist seit 1985 ein fester Bestandteil der Hamburger Theaterlandschaft. Nachdem das Theater seine bisherige Spielstätte verlassen musste, soll mit Unterstützung der Stadt ein neuer Standort in Mümmelmannsberg entstehen. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen dafür bis zu 190.500 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 bereitstellen. Geplant ist,…
Ähnliche Artikel
Energie
Für mehr Wärmepumpen – Rot-Grün stellt sechs Millionen Euro zusätzlich für Heizungsförderung bereit
Die Nachfrage nach Wärmepumpen in Hamburg ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dieser positive Trend wird durch das Hamburger Heizungsförderungsprogramm besonders unterstützt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen planen nun eine Aufstockung des Hamburger Fördertopfes um sechs Millionen Euro bis Ende des Jahres. Ab 2027 soll das Förderprogramm zudem an die geänderten Rahmenbedingungen im…
Energie
Hitze- und Klimaschutz zusammendenken: Rot-Grün will Regeln für die Kühlung von Gebäuden überprüfen
Häufigere und längere Hitzewellen machen einen wirksamen Schutz vor Überhitzung in Gebäuden immer wichtiger. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen deshalb ergebnisoffen überprüfen lassen, ob die geltenden Regeln für die Gebäudekühlung noch angemessen sind oder angepasst werden müssen. Hierbei soll insbesondere die Rolle von Klimaanlagen analysiert werden. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische…
Energie
Klimafreundliche Energie für Hamburg – Rot-Grün bringt Ausbau der Solaranlagen auf öffentlichen Dächern voran
Bis 2030 sollen 80 Prozent der geeigneten öffentlichen Dächer in Hamburg mit Solaranlagen ausgestattet sein. Um dieses Ziel zügig zu erreichen, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen für eine zentrale Planung und Priorisierung der Solarbebauung ein. Gebäude mit ähnlichen Gegebenheiten sollen zu Clustern zusammengefasst und der Ausbau durch stärkere Standardisierung beschleunigt werden. Neben…