Dazu Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Lesben, Schwule und Queers der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion sowie „Vater“ der Hamburger Ehe:
„Das war eine historische Entscheidung im Bundestag und Hamburg hat maßgeblich dazu beigetragen. Wir haben uns 1999 mit der ‚Hamburger Ehe‘ als erstes Bundesland auf den Weg gemacht und Hamburg hat den heute beschlossenen Antrag gemeinsam mit Rheinland-Pfalz 2015 als Bundesratsinitiative eingebracht. Und Hamburg wird diesem Antrag selbstverständlich auch kommende Woche im Bundesrat zustimmen. Darüber bin ich unheimlich glücklich und ich denke, wir können alle zusammen auch ein wenig stolz auf das Erreichte sein.“
Dazu Anna Gallina, GRÜNE Landesvorsitzende:
„Der Bundestag hat endlich ‚Ja‘ gesagt! Gleiche Liebe – gleiche Rechte, endlich wird auch bei uns wahr, was in Frankreich, Finnland, Uruguay und dem katholischen Irland längst Realität ist. Ich freue mich riesig für alle schwulen und lesbischen Paare, die endlich heiraten und Kinder adoptieren können. Im Bundestag wurde heute Gleichstellungsgeschichte geschrieben. Als Bürgerrechtspartei der ersten Stunde haben wir jahrelang für die Öffnung der Ehe gekämpft und schließlich gewonnen. Ich bedanke mich bei allen, die so viele Jahre für dieses große Ziel gekämpft haben.”
Hintergrund:
Hamburg hatte 1999 mit der „Hamburger Ehe“ – einer symbolischen Trauung vor dem Standesamt – den Weg für den heutigen Bundestagsbeschluss geebnet. 2001 folgte dann das Lebenspartnerschaftsgesetz, nach dem die Paare lediglich ‚verpartnert‘, aber nicht ‚verheiratet‘ waren. Gleiche Rechte gab es bis heute nicht, insbesondere das Gemeinsame Adoptionsrecht fehlte bislang. Nun hat Deutschland mit diesem Entschluss zu vielen anderen Ländern, wie Frankreich, Spanien, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Niederlanden, USA, Irland und Argentinien und vielen weiteren gleichgezogen.


Neuste Artikel
Internationales
Gemeinsame Resolution – Hamburg setzt ein klares Zeichen gegen das iranische Regime und für die Menschen in Iran
Mit einer gemeinsamen Resolution setzen SPD, CDU und GRÜNE in der Hamburgischen Bürgerschaft ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Iran. Die Initiative geht auf einen Vorstoß der CDU-Fraktion zurück und verurteilt das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes sowie die systematische Unterdrückung durch die Revolutionsgarden (IRGC). Zugleich fordert die Bürgerschaft den Senat auf, sich…
Fraktionsvorstand
AfD-Verbotsverfahren prüfen – Imhof: „Es ist unsere demokratische Pflicht“
Die heutige Aktuelle Stunde steht im Zeichen des Kampfes für die Demokratie und gegen die Feinde der Verfassung. Die AfD hat sich in den vergangenen Jahren massiv radikalisiert und stellt eine wachsende Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung dar. Vor diesem Hintergrund stehen alle demokratischen Kräfte in der Verantwortung, alle Instrumente der wehrhaften Demokratie ins Auge…
Rechtspolitik
Entlastung für Beschäftigte – Heilfürsorge für den Justizvollzug kommt
Beschäftigte im Justizvollzug leisten täglich unter hohen körperlichen und psychischen Belastungen einen unverzichtbaren Beitrag für die öffentliche Sicherheit und Resozialisierung von Gefangenen. Anders als Polizei und Feuerwehr hatten sie bislang keinen Zugang zur Heilfürsorge. Mit einem interfraktionellen Antrag wollen die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und Linken das ändern und die Heilfürsorge auf den Justizvollzugsdienst…
Ähnliche Artikel
Antidiskriminierung
Neues Antidiskriminierungsbüro eröffnet – Demirel: „Ein Ort für alle, die der Diskriminierung den Kampf ansagen“
Hamburg eröffnet ein neues Antidiskriminierungsbüro: In der Lübecker Straße 128 im Stadtteil Hohenfelde erhalten Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, ab sofort ein breites Angebot an Beratung und Begleitung. Für die Grüne Fraktion ist das ein weiterer, wichtiger Schritt im Kampf für ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen. Besonders erfreulich ist, dass alle nach dem Allgemeinen…
Queer
Großes Interesse am Selbstbestimmungsgesetz – Hector: „Zahlen zeigen, wie dringend das Gesetz erwartet wurde“
Seit dem 1. November 2024 ist das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) in Kraft und hat das veraltete Transsexuellengesetz abgelöst. Mit dem Gesetz wurde ein wichtiger Schritt zur Wahrung der Menschenrechte von trans* Personen getan. Aus einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage (SKA) des Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Adrian Hector geht hervor, dass in Hamburg seit dem…
Antidiskriminierung
Strategie gegen Antiziganismus – Demirel: „Kampf gegen Antiziganismus ist historische Verantwortung“
Im Ausschuss für Soziales der Hamburgischen Bürgerschaft wird heute über die „Gesamtstrategie zur Bekämpfung des Antiziganismus und zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe der Sinti und Roma in Hamburg“ debattiert. Diese wurde im Rahmen eines interfraktionellen Antrags im September 2021 auf den Weg gebracht und ist nun seit Mai 2024 öffentlich einsehbar. Für die Grüne Fraktion…