Im Ausschuss für Soziales der Hamburgischen Bürgerschaft wird heute über die „Gesamtstrategie zur Bekämpfung des Antiziganismus und zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe der Sinti und Roma in Hamburg“ debattiert. Diese wurde im Rahmen eines interfraktionellen Antrags im September 2021 auf den Weg gebracht und ist nun seit Mai 2024 öffentlich einsehbar. Für die Grüne Fraktion Hamburg ist diese Strategie ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Aufklärung und gegen antiziganistisches Denken in der Gesellschaft.
Dazu Filiz Demirel, Sprecherin für Antidiskriminierung der Grünen Fraktion Hamburg: „Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Deutschland und doch ist Antiziganismus noch immer tief in unserer Gesellschaft verankert. Es ist unsere historische und politische Verantwortung, diesem strukturell zu begegnen. Hamburg hat eine lange Geschichte der Verfolgung und Diskriminierung von Sinti und Roma – auch über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus bis in die 1990er Jahre. Mit der neuen Gesamtstrategie setzen wir wichtige Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Polizei, Justiz, Wohnen, Gesundheit und Erinnerungskultur. Es braucht einen fortlaufenden Dialog, um Vorurteile abzubauen und wirksame Veränderungen zu erreichen. Auch die Entwicklungen auf Bundesebene sind entscheidend, weshalb wir uns über die neue Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung des Antiziganismus freuen. Die geplanten Kürzungen der Meldestelle Antiziganismus (MIA) sehen wir hingegen als drohenden Rückschritt und hoffen, dass die nötigen Mittel bereitgestellt werden, sobald die politische Lage es wieder zulässt.“
Dazu Filiz Demirel, Sprecherin für Antidiskriminierung der Grünen Fraktion Hamburg: „Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Deutschland und doch ist Antiziganismus noch immer tief in unserer Gesellschaft verankert. Es ist unsere historische und politische Verantwortung, diesem strukturell zu begegnen. Hamburg hat eine lange Geschichte der Verfolgung und Diskriminierung von Sinti und Roma – auch über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus bis in die 1990er Jahre. Mit der neuen Gesamtstrategie setzen wir wichtige Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Polizei, Justiz, Wohnen, Gesundheit und Erinnerungskultur. Es braucht einen fortlaufenden Dialog, um Vorurteile abzubauen und wirksame Veränderungen zu erreichen. Auch die Entwicklungen auf Bundesebene sind entscheidend, weshalb wir uns über die neue Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung des Antiziganismus freuen. Die geplanten Kürzungen der Meldestelle Antiziganismus (MIA) sehen wir hingegen als drohenden Rückschritt und hoffen, dass die nötigen Mittel bereitgestellt werden, sobald die politische Lage es wieder zulässt.“
Hintergrund
Antiziganismus gibt es auch im Jahre 2024 noch in Deutschland. In der Studie „Zusammenleben in Hamburg“ aus dem Jahr 2014 konnte beispielsweise für Hamburg festgestellt werden, dass 54 Prozent der Befragten Sinti und Roma als Nachbar*innen eher oder sehr unangenehm fänden und auch eine Einheirat in die eigene Familie als eher negativ bewertet wird. Aufgrund dieser und weiterer Befunde ist Antiziganismus schädlich für das Zusammenleben und somit auch unsere Gesellschaft und muss fortwährend bekämpft werden.


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